• Der Silberpreis notiert im Countdown zu den US-NFP-Daten weiterhin 1,7 % niedriger bei rund 72,60 USD.
  • Die jüngsten Äußerungen der Fed zeigen, dass die Verantwortlichen sich mehr Sorgen um die hohe Inflation als um die schwache Arbeitsnachfrage machen.
  • Fed-Mitglied Schmid erklärt, dass die Zentralbank vor der Wahl steht, die Zinsen entweder zu halten oder anzuheben.

Der Silberpreis (XAG/USD) erholt sich in der europäischen Handelssitzung am Freitag und gewinnt die Hälfte seiner frühen Verluste zurück, liegt aber weiterhin 1,7 % niedriger bei rund 72,60 USD. Das weiße Metall wird voraussichtlich volatil bleiben, da die US-Nonfarm-Payrolls (NFP) für Mai um 12:30 GMT veröffentlicht werden sollen.

Die Anleger werden den US-NFP-Daten besondere Aufmerksamkeit schenken, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.

Es wird erwartet, dass der US-NFP-Bericht zeigt, dass die Wirtschaft 85.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, weniger als die 115.000 im April. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich stabil bei 4,3 % bleiben. Die durchschnittlichen Stundenlöhne, ein wichtiger Indikator für das Lohnwachstum, werden voraussichtlich mit 3,4 % im Jahresvergleich (YoY) niedriger ausfallen als der vorherige Wert von 3,6 %. Auf Monatsbasis wird erwartet, dass das Lohnwachstum mit 0,3 % schneller zugenommen hat als im April mit 0,2 %.

Anzeichen für eine verbesserte US-Arbeitsnachfrage würden hawkische Fed-Erwartungen befeuern; schwache Zahlen hätten jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf die geldpolitischen Erwartungen der Fed, da jüngste Äußerungen von Verantwortlichen darauf hindeuten, dass sie sich mehr um die hohe Inflation als um schwache Beschäftigungsbedingungen sorgen.

Am Donnerstag deuteten die Kommentare von Jeffrey Schmid, Präsident der Federal Reserve Bank von Kansas City, darauf hin, dass die Zentralbank vor der Wahl steht, die Zinsen auf dem aktuellen Niveau zu halten oder sie anzuheben, um den Inflationsdruck zu dämpfen.

 

Wirtschaftsindikator

Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft

Der Arbeitsmarktbericht der USA wird monatlich vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlicht und enthält unter anderem die Nonfarm Payrolls – die Zahl der im Vormonat neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Diese Kennzahl ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Lage in den USA und kann erhebliche Marktbewegungen auslösen. Die monatlichen Veränderungen sind oft volatil und unterliegen regelmäßig nachträglichen Korrekturen, die ebenfalls bedeutende Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben können. Zwar gilt ein hoher Beschäftigungszuwachs in der Regel als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD), ein schwacher Zuwachs als negativ (bärisch) – doch wird die Marktreaktion nicht allein von der Hauptzahl bestimmt. Auch Revisionsdaten der Vormonate und die Entwicklung der Arbeitslosenquote spielen eine wichtige Rolle bei der Gesamtbewertung durch den Markt.

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Nächste Veröffentlichung: Fr Juni 05, 2026 12:30

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: 85Tsd

Vorher: 115Tsd

Quelle: US Bureau of Labor Statistics

Der monatliche Arbeitsmarktbericht der USA gilt als der wichtigste Wirtschaftsindikator für Devisenhändler. Er wird am ersten Freitag nach dem Berichtsmonat veröffentlicht. Die Veränderung der Anzahl der Stellen steht in einem engem Zusammenhang mit der Gesamtleistung der Wirtschaft und wird von den politischen Entscheidungsträgern überwacht. Vollbeschäftigung ist eines der Mandate der Federal Reserve, und sie berücksichtigt die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt bei der Festlegung ihrer Politik, was sich wiederum auf die Währungen auswirkt. Trotz mehrerer Frühindikatoren, die die Schätzungen beeinflussen, neigen die Nonfarm Payrolls dazu, die Märkte zu überraschen und erhebliche Volatilität auszulösen. Sollte das tatsächliche Ergebnis den Konsens übertreffen, ist dies für den USD tendenziell bullish.


 

 

 

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