SGL Carbon hat im dritten Quartal 2025 trotz deutlicher Umsatzrückgänge seine Profitabilität stabil gehalten und die Jahresprognose unverändert bekräftigt. Der Spezialist für Graphit- und Carbonprodukte profitierte dabei erneut von strikten Sparmaßnahmen und abgeschlossenen Restrukturierungsschritten.
Der Konzernumsatz lag im Berichtsquartal bei rund 200 Millionen Euro und damit klar unter dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend waren eine gedämpfte Nachfrage nach Spezialgraphit für Halbleiteranwendungen sowie der Rückzug aus margenschwachen Aktivitäten in der Fasern-Sparte. Gleichwohl legte die operative Marge zu, da der Konzern seine Kostenbasis weiter gesenkt hat. Das bereinigte EBITDA erreichte 36 Millionen Euro.
Nach neun Monaten blieb der freie Mittelzufluss positiv. Reduzierte Investitionen und ein straffes Kostenmanagement wirkten hier unterstützend.
Die Sparte Carbon Fibers meldete Fortschritte beim Umbau. Nach dem Ausstieg aus wenig profitablen Geschäften kehrte der Bereich in die Gewinnzone zurück. Der Umsatz fiel zwar deutlich, die Kosteneinsparungen überkompensierten jedoch den Rückgang.
Im Geschäft mit Graphitlösungen bleibt die Nachfrage der Kunden aus dem Siliziumkarbid-Segment verhalten. Gleichzeitig zeigt sich eine Normalisierung der Lagerbestände, was mittelfristig Impulse geben könnte. Die Prozess-Technologie entwickelte sich weitgehend stabil und erzielte ein höheres operatives Ergebnis als im Vorjahr.
Belastet wurde das Gesamtbild durch die Sparte Composite Solutions, die unter einer schwachen Automobilnachfrage und verschobenen Modellanläufen litt. Dies führte zu geringeren Abrufen und rückläufigen Ergebnisbeiträgen.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet SGL Carbon weiterhin mit einem Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 130 und 150 Millionen Euro liegen.
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