• USD/CHF hält sich am Dienstag im frühen europäischen Handel um 0,8090 stabil. 
  • Händler sehen laut dem CME FedWatch Tool eine Wahrscheinlichkeit von 60,6% für eine Zinserhöhung bei der geldpolitischen Sitzung der Fed in der kommenden Woche. 
  • Der Iran drohte den USA mit neuen Raketen.  

Das Paar USD/CHF bewegt sich im frühen europäischen Handel am Dienstag seitwärts nahe 0,8090. Händler machen sich auf die wichtigen US-Daten zum Erzeugerpreisindex (EPI) und Verbraucherpreisindex (VPI) für die Inflation im weiteren Wochenverlauf gefasst. 

Das CME FedWatch Tool zeigte eine Wahrscheinlichkeit von rund 60,6% für eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) um einen Viertelprozentpunkt, während weithin erwartet wird, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Leitzins noch bis weit ins nächste Jahr bei 0% belassen wird. 

Händler werden weitere Hinweise von den anstehenden US-Daten zum Erzeugerpreisindex (EPI) und Verbraucherpreisindex (VPI) zur Inflation erhalten, die die Erwartungen für den nächsten geldpolitischen Schritt der Fed prägen könnten. Sollten die Berichte heißer als erwartet ausfallen, könnte dies den US-Dollar (USD) gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) stützen. 

Auf geopolitischer Ebene drohte der Iran den USA mit "wirtschaftlicher Kriegsführung" und erklärte, er habe eine fortschrittliche Rakete auf amerikanische Kriegsschiffe abgefeuert, was die Risiken einer weiteren Eskalation nur wenige Tage nach erneuten gegenseitigen Angriffen unterstreicht. Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten könnten den sicheren Hafen Schweizer Franken kurzfristig stützen. 

Franken-Unterstützung gedämpft, da die SNB bis 2027 auf der Seitenlinie gesehen wird

Analysten von Brown Brothers Harriman weisen darauf hin, dass der geldpolitische Ausblick trotz der jüngsten positiven Überraschung bei der Schweizer Inflation bemerkenswert freundlich bleibt. Sie heben hervor, dass "die Swaps-Kurve weiterhin eine erste Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 0,25% im Juni 2027 vollständig einpreist", was das Vertrauen des Marktes unterstreicht, dass die SNB über einen längeren Zeitraum auf der Seitenlinie bleiben kann. Ihrer Ansicht nach hat "die SNB reichlich Spielraum, die Zinsen für einige Zeit bei 0,00% zu belassen, da die Inflation weiterhin deutlich innerhalb des Preisstabilitätsmandats der Bank von weniger als 2% pro Jahr liegt", ein Umfeld, das dazu beiträgt, wie stark der Franken von der jüngsten Datenüberraschung profitieren kann, zu begrenzen.

Chart Analysis USD/CHF

Technische Analyse: USD/CHF behält oberhalb des 100-Tage-SMA eine bullische Tendenz bei

Im Tages-Chart weist USD/CHF kurzfristig eine leicht bullische Tendenz auf, da der Kurs oberhalb des mittleren Bollinger Bands notiert und durch den steigenden 100-Tage-Durchschnitt gut unterstützt bleibt. Der Relative Strength Index (14) pendelt knapp über der 50er-Linie und deutet auf ein stetiges, statt aggressives, Aufwärtsmomentum hin, während sich der Kurs innerhalb der oberen Hälfte des Bollinger-Korridors nach oben arbeitet.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am oberen Bollinger Band nahe 0,8175, wo die jüngsten Gewinne bei zunehmender Volatilität auf Angebot treffen könnten. Auf der Unterseite dient das mittlere Bollinger Band bei 0,8075 als unmittelbare Unterstützung, wobei der 100-Tage-Durchschnitt bei 0,8000 und das untere Bollinger Band um 0,7980 eine breitere Nachfragezone untermauern, die nachgeben müsste, um die aktuelle konstruktive Struktur zu untergraben.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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