Der XRP-Kurs sorgt erneut für Aufsehen – und diesmal ist es mehr als nur kurzfristige Spekulation. Ein technisches Muster, das viele Trader noch aus dem Jahr 2017 kennen, taucht wieder auf. Damals folgte auf genau diese Konstellation eine der spektakulärsten Rallys der Krypto-Geschichte. Heute steht XRP erneut an genau diesem Punkt. Die große Frage lautet: Kommt jetzt der nächste große Ausbruch – oder war es das schon wieder?
XRP am Schlüssellevel: Der 21-Monats-EMA als Zünglein an der Waage
Ein Blick auf den langfristigen Chart zeigt, warum die Nervosität steigt. 2017 brach XRP aus einem mehrjährigen Dreieck aus, hielt sich anschließend über dem 21-Monats-EMA und konsolidierte über viele Monate. Das Ergebnis ist bekannt: Anfang 2018 explodierte der Kurs förmlich.
Genau dieses Muster sehen Analysten jetzt wieder. XRP ist erneut aus einem großen Dreieck ausgebrochen und testet aktuell den 21-Monats-EMA von oben. Analyst JD zieht eine klare Parallele zu damals: Ausbruch, lange Seitwärtsphase, Retest – und danach der parabolische Anstieg. Für viele Trader ist das kein Zufall, sondern ein klassisches Fraktal.
Schneller Anstieg – dann Ernüchterung
Kurzfristig zeigte XRP bereits, wozu es fähig ist. Innerhalb weniger Tage schoss der Kurs von unter 1,90 US-Dollar auf bis zu 2,41 US-Dollar nach oben. Auslöser waren unter anderem steigende ETF-Zuflüsse und ein sinkendes Angebot an XRP auf den Börsen. Weniger Angebot trifft auf steigende Nachfrage – normalerweise ein explosiver Mix.
Doch die Euphorie hielt nicht lange. Der Kurs rutschte wieder ab und notiert aktuell bei rund 2,06 US-Dollar. Das Handelsvolumen bleibt mit über 2,85 Milliarden US-Dollar hoch, doch der Markt wirkt angeschlagen. Auf Wochensicht steht ein Minus von knapp 2,5 Prozent. Ein klassisches Zeichen dafür, dass der Markt an einer entscheidenden Hürde angekommen ist.

Harte Widerstände bremsen XRP aus
Genau hier wird es kritisch. Mehrere technische Indikatoren bündeln sich im Bereich um 2,26 US-Dollar. Dort liegen sowohl der Weekly 20 EMA als auch die Mittellinie des Gaussian Channels. Diese Zone wirkt aktuell wie eine Betonwand. Analyst ChartNerd bringt es drastisch auf den Punkt: „XRP hat jetzt einen Job zu erledigen.“ Scheitert der Kurs an dieser Marke, droht ein Rückfall in eine mehrmonatige Unterstützungszone.
Zusätzlich kommt ein weiterer Belastungsfaktor hinzu: Die frühere Unterstützung des Dreiecks wirkt nun als Widerstand. Ein bekanntes Phänomen – und oft der Punkt, an dem viele Rally-Träume platzen.
Kursziel 16,50 US-Dollar? Diese Zahl elektrisiert den Markt
Trotz aller Risiken gibt es ein Szenario, das Anleger elektrisiert. Analyst Javon Marks sieht die aktuelle Struktur nahezu identisch zum Ausbruch von 2017. Damals übertraf XRP sogar sein rechnerisches Kursziel. Überträgt man dieses Muster auf heute, liegt das sogenannte „Measured-Move-Target“ bei über 16,50 US-Dollar. Das entspräche einem Kursplus von mehr als 660 Prozent.
Wichtig: Diese Einschätzung basiert ausschließlich auf der Chartstruktur. Makro-Einflüsse, politische Faktoren oder die Rolle von Bitcoin sind dabei nicht eingerechnet.
Warnsignale nicht ignorieren
Der Markt sendet jedoch gemischte Signale. Die letzte Tageskerze schloss unentschlossen. Ein nachhaltiger Ausbruch über 2,10 US-Dollar wäre zwar bullisch, doch gleichzeitig taucht ein mögliches Gravestone-Doji-Muster auf – oft ein Warnsignal für nachlassende Kaufkraft. Zusätzlich ist die Aktivität großer Wallets zuletzt spürbar zurückgegangen.
Fazit: Alles oder nichts
XRP steht an einem historischen Wendepunkt. Entweder bestätigt sich das 2017-Szenario – oder der Markt kippt erneut nach unten. Für Anleger gilt jetzt: Diese Widerstandszone entscheidet über Rally oder Rückschlag. Wer XRP beobachtet, sollte die kommenden Tage extrem genau hinschauen. Denn genau hier entscheidet sich, ob aus Hoffnung Geschichte wird – oder Geschichte sich wiederholt.
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