Analysten von Brown Brothers Harriman (BBH) weisen darauf hin, dass sich das Währungspaar GBP/USD nach dem jüngsten Rücksetzer teilweise erholt hat. Auslöser des vorangegangenen Rückgangs waren eine überraschend zurückhaltende Zinsentscheidung der Bank of England sowie zunehmende politische Unsicherheiten in Großbritannien. Die Notenbank beließ den Leitzins zwar bei 3,75 Prozent, senkte jedoch die Hürden für weitere Lockerungen durch angepasste Hinweise und niedrigere Inflationsprognosen. Aus Sicht von BBH besteht Spielraum, dass GBP/USD im Zuge sinkender Zinserwartungen die 200-Tage-Linie testet.
Niedrigere Hürde für BoE-Zinssenkungen belastet das Pfund
„GBP/USD hat einen Teil der gestrigen Verluste wieder wettgemacht, die durch den doppelten Belastungsfaktor aus wachsender politischer Unsicherheit in Großbritannien und einer überraschend dovishen Zinspause der BoE ausgelöst worden waren. Wie weithin erwartet, beließ die BoE den Leitzins bei 3,75 Prozent. Allerdings wurde die Schwelle für weitere Lockerungen gesenkt:“
„Zweitens passte die BoE ihre bislang vorsichtige Lockerungsrhetorik an, indem sie den Verweis auf einen ‚allmählichen Abwärtspfad‘ des Leitzinses strich. Das deutet darauf hin, dass Zinssenkungen eher früher als später möglich sind. Schließlich senkte die BoE ihre Inflationsprognosen und hob zugleich ihre Erwartungen für die Arbeitslosenquote an.“
„Unserer Einschätzung nach hat GBP/USD Spielraum, den Bereich um seinen 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 1,3430 zu testen, da sich die Zinserwartungen für Großbritannien nach unten anpassen. Die Wetten am Swap-Markt auf eine Zinssenkung der BoE im März sprangen gestern von knapp unter 20 Prozent auf nahezu 70 Prozent.“
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Das sollten Sie am Montag, den 13. Juli, im Blick behalten:
Die Rohölpreise steigen am Dienstag zum zweiten Mal in Folge deutlich an, da die Anleger zunehmend besorgt über die Nachhaltigkeit des Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sind. In der zweiten Tageshälfte wird das US Bureau of Labor Statistics die Daten zum Verbraucherpreisindex für Juni veröffentlichen. Darüber hinaus wird der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, vor dem House Financial Services Committee zum halbjährlichen geldpolitischen Bericht aussagen.