• Der Euro dreht nach der Erholung früher Verluste gegenüber dem kanadischen Dollar ins Plus.
  • Anzeichen für nachlassende Befürchtungen eines langwierigen US-Iran-Kriegs haben den Euro gestärkt.
  • Anleger warten auf die geldpolitische Bekanntgabe der Bank of Canada (BoC) am Mittwoch.

Der Euro (EUR) holt seine frühen Verluste auf und notiert während der europäischen Handelssitzung am Montag leicht im Plus bei rund 1,6170 gegenüber dem kanadischen Dollar (CAD). Das Währungspaar erholt sich, da der Euro angesichts der Hoffnungen auf eine nicht langanhaltende Aggression im Nahen Osten an Stärke gewinnt.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums bestätigte, dass die Bemühungen von Katar, Oman und Pakistan zur Vermittlung der Spannungen mit den Vereinigten Staaten (US) andauern.

Die Auswirkungen nachlassender Befürchtungen eines langwierigen US-Iran-Kriegs sind auch bei den Ölpreisen und dem US-Dollar sichtbar. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert der WTI-Ölpreis 2,13 % höher bei knapp 73 US-Dollar, hat jedoch den Großteil seiner Gewinne nach einem Anstieg auf knapp 75,00 US-Dollar wieder abgegeben. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, dreht ins Minus und liegt bei knapp 100,80.

Der kanadische Dollar hat ebenfalls den Großteil seiner frühen Gewinne abgegeben, da die Ölpreise deutliche Gewinne wieder verloren haben.

In Zukunft werden sich die Anleger auf die geldpolitische Bekanntgabe der Bank of Canada (BoC) am Mittwoch konzentrieren, bei der erwartet wird, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert bei 2,25 % belässt. Die Anleger werden besonders auf Kommentare zur Inflation und zum wirtschaftlichen Ausblick achten.

In der Eurozone warten die Anleger auf neue Hinweise darauf, ob die Europäische Zentralbank (EZB) in diesem Jahr noch eine weitere Zinserhöhung vornehmen wird.

 

Wirtschaftsindikator

Zinsentscheidung der BoC

Die Bank of Canada (BoC) gibt ihre Zinsentscheidungen am Ende jeder ihrer acht geplanten Sitzungen im Jahr bekannt. Hält die BoC die Inflation für zu hoch (hawkish), hebt sie die Zinsen an, um gegenzusteuern. Das wirkt sich in der Regel positiv auf den kanadischen Dollar (CAD) aus, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Umgekehrt senkt die BoC die Zinsen, wenn sie erwartet, dass die Inflation unter das Ziel fällt (dovish). Ziel ist es dann, die kanadische Wirtschaft zu stimulieren und die Inflation wieder in Richtung Zielwert zu bringen. Das belastet jedoch meist den CAD, da geringere Zinsen den Zufluss ausländischen Kapitals verringern.

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Nächste Veröffentlichung: Mi Juli 15, 2026 13:45

Häufigkeit: Unregelmäßig

Prognose: 2.25%

Vorher: 2.25%

Quelle: Bank of Canada


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