Der US-Aktienmarkt hat passive Anleger in den letzten Jahren reichlich belohnt, aber das könnte sich bald ändern. Lisa Shalett, Chief Investment Officer, Wealth Management bei Morgan Stanley, erklärt, warum es für passive Anleger im Jahr 2022 schwieriger werden könnte.
Schwierigere Anlagelandschaft im Jahr 2022
"Ein über den Erwartungen liegendes Wirtschaftswachstum und eine anhaltende Inflation werden die US-Notenbank wahrscheinlich dazu veranlassen, den Leitzins anzuheben, was die realen Zinssätze von ihren historischen Negativtiefs befreien und Marktvolatilität auslösen könnte.
"Die überwältigende Liquidität an den Märkten und die technische Positionierung zum Jahresende sind Faktoren, die in diesem Jahr voraussichtlich abnehmen werden. Darüber hinaus werden die höheren Kosten für Arbeit, Energie und Logistik wahrscheinlich weiterhin die Unternehmensgewinne belasten."
"Während viele glauben, dass der Kongress eine Version dieser Bildungs-, Gesundheits- und Klimainitiativen vor den Zwischenwahlen 2022 verabschieden wird, ist das Timing wichtig. Die Unklarheit über die Verlängerung der Konjunkturpakete könnte die Sorge vor einer 'fiskalischen Klippe' schüren, wenn die Fed Mitte des Jahres ihre erste Zinserhöhung vornehmen wird. Dies könnte die Auswirkungen einer Verschärfung der finanziellen Bedingungen auf die Verbraucher noch verstärken.
"Der Markt für Staatsanleihen könnte vor dem Hintergrund einer anhaltenden Inflation und abnehmender Liquidität Abflüsse verzeichnen."
"Der S&P 500 wird mittlerweile von einer Handvoll Mega-Cap-Technologieaktien dominiert. Da die Bundesaufsichtsbehörden und die globalen Steuergesetzgeber diese Unternehmen genau unter die Lupe nehmen, könnte die neue Aufsicht Auswirkungen auf die Märkte haben."
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