Mit dem heutigen Kursrückgang ist der Ölpreis WTI den 10 Tag in Folge gefallen. Dies ist die längste Durststrecke seit 1984. Auslöser für die Verluste sind Sorgen vor einem Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt sowie vor einer Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums. Der Preis für das Fass West Texas Intermediate, welches mit 59,25 Dollar den tiefsten Stand seit Februar markierte, handelte zuletzt auf 60 Dollar und verlor damit 1,25 Prozent. Von den 4-Jahreshochs bei 76,90 Dollar am 3. Oktober hat WTI-Öl mehr als 20 Prozent abgegeben.
Am Mittwoch meldete die US-Energiebehörde, dass die US-Ölproduktion mit 11,6 Millionen Barrel pro Tag ein neues Rekordhoch erreichte. Gleiches gilt für Russland und Saudi-Arabien, deren Produktion auf 11,4 Millionen Barrel bzw. 10,7 Millionen Barrel pro Tag stieg.
"Was für ein Unterschied doch ein Monat macht. Die Marktstimmung hat sich von dem optimistischsten Ton seit Jahren mit vielen, die vor wenigen Wochen noch Preise von 100 Dollar ausriefen, zu der schwächsten Investorenstimmung seit dem Preistief 2016 gewandelt", sagte Michael Tran, Rohstoffstratege bei RBC Capital Markets, gegenüber Reuters.
Unterdessen berichtete der US-Dienstleister Baker Hughes Energy Services, dass die Gesamtzahl der aktiven Ölplattformen in den USA von 874 vor einer Woche auf 886 gestiegen ist.
Darüber hinaus hatten die US-Sanktionen gegen den Iran nicht so starke negative Auswirkungen auf das globale Angebot, wie ursprünglich angenommen. Einige rechneten damit, dass die Iran-Sanktionen zu einer Erholung am Ölmarkt führen würden Heute Morgen berichtete Reuters, dass eine südkoreanische Delegation voraussichtlich in den Iran reisen wird, um über die Wiederaufnahme der Ölimporte nach dem dreimonatigen Stopp zu diskutieren.
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