- NZD/USD stärkt sich nach der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten aus China.
- Chinas BIP im ersten Quartal wuchs mit einer jährlichen Rate von 5,4 % und übertraf die Markterwartungen von 5,1 %.
- Der US-Dollar kämpft, da die eskalierenden Handelskonflikte zwischen den USA und China das Vertrauen der Investoren in amerikanische Vermögenswerte untergraben.
NZD/USD setzt seine Gewinnsträhne am sechsten aufeinanderfolgenden Tag fort und notiert während der europäischen Handelsstunden am Mittwoch bei etwa 0,5910. Das Paar wertet auf, da der neuseeländische Dollar (NZD) nach der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten aus China an Boden gewinnt.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas wuchs im ersten Quartal 2025 mit einer jährlichen Rate von 5,4 %, was dem Tempo im vierten Quartal 2024 entspricht und die Markterwartungen von 5,1 % übertrifft. Im Quartalsvergleich stieg das BIP im ersten Quartal um 1,2 %, nach einem Anstieg von 1,6 % im vorherigen Quartal, was unter dem prognostizierten Anstieg von 1,4 % lag.
In der Zwischenzeit stiegen die Einzelhandelsumsätze in China im Jahresvergleich um 5,9 % und übertrafen die Erwartungen von 4,2 % und lagen über den 4 % im Februar. Auch die Industrieproduktion übertraf die Erwartungen und stieg um 7,7 % im Vergleich zur Prognose von 5,6 % und dem Wert von 5,9 % im Februar.
Das NZD/USD-Paar wertet auf, da der US-Dollar (USD) aufgrund des schwindenden Vertrauens der Investoren in US-Vermögenswerte unter Druck steht, während die Handelskonflikte zwischen den USA und China eskalieren. Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf informierte Quellen, dass die Trump-Administration plant, die Zollverhandlungen zu nutzen, um US-Handelspartner zu ermutigen, ihre Beziehungen zu China zu reduzieren.
Spät am Dienstag berichtete Bloomberg, dass US-Präsident Donald Trump eine Untersuchung zu möglichen Zöllen auf kritische Mineralien eingeleitet hat, was einen weiteren Schritt im sich verschärfenden Handelskrieg darstellt, der weiterhin wichtige globale Wirtschaftssektoren beeinflusst.
Die Einzelhandelsumsatzdaten der USA für März werden später am Tag veröffentlicht und könnten Einblicke geben, wie sich die zollbedingten Unsicherheiten auf die Verbraucherausgaben auswirken. Darüber hinaus wird Fed-Vorsitzender Jerome Powell voraussichtlich während der späten amerikanischen Sitzung eine Rede halten. Die Anleger werden wahrscheinlich ihre Aufmerksamkeit auf die CPI-Daten des ersten Quartals richten, die am Donnerstag veröffentlicht werden, da sie Einblicke in den geldpolitischen Kurs der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) suchen.
Neuseeländischer Dollar FAQs
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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