• NZD/USD hält sich, während der US-Dollar schwächer wird, da Händler vorsichtig vor den verzögerten wichtigen Wirtschaftsdaten sind.
  • Die US Nonfarm Payrolls werden voraussichtlich eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes im Januar zeigen, mit 70.000 neuen Arbeitsplätzen und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,4 %.
  • Die neuseeländischen Daten waren gemischt, mit einer jahrzehntelangen hohen Arbeitslosigkeit trotz starkem Beschäftigungswachstum, was die Erwartungen gegen eine Zinserhöhung in naher Zukunft verstärkt.

NZD/USD erweitert seine Gewinne zum zweiten Mal in Folge und handelt während der europäischen Handelsstunden am Montag um 0,6020. Das Paar wertet auf, während der US-Dollar (USD) fällt, da Händler vorsichtig vor den bevorstehenden wichtigen Wirtschaftsdaten sind, die durch die teilweise Schließung der Regierung verzögert wurden.

Der Arbeitsmarktbericht für Januar, der am Mittwoch fällig ist, wird voraussichtlich eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes signalisieren, wobei die US Nonfarm Payrolls 70.000 Arbeitsplätze hinzufügen und die Arbeitslosenquote voraussichtlich bei 4,4 % bleibt. Die verschobene Lesung des Verbraucherpreisindex für Januar ist für Freitag angesetzt.

Am Freitag, nachdem vorläufige Zahlen gezeigt hatten, dass der Michigan Consumer Sentiment Index unerwartet auf ein Sechs-Monats-Hoch gestiegen ist. Der Index stieg im Februar auf 57,3, was den dritten monatlichen Anstieg in Folge markiert und die Erwartungen von 55,0 übertraf.

Die Märkte erwarten allgemein, dass die Fed die Zinsen im März unverändert lässt, mit möglichen Zinssenkungen im Juni und möglicherweise im September. Die Präsidentin der Fed von San Francisco, Mary Daly, sagte am Freitag, dass die Wirtschaft möglicherweise in einer Phase mit niedrigen Einstellungen und niedrigen Entlassungen bleibt, sich jedoch in Richtung keine Einstellungen und höhere Entlassungen verschieben könnte.

Die in der letzten Woche veröffentlichten Daten aus Neuseeland lieferten gemischte Signale, da die Arbeitslosigkeit unerwartet auf einen jahrzehntelangen Höchststand stieg, obwohl das Beschäftigungswachstum die Erwartungen übertraf. Die Zahlen verstärken die Ansicht, dass eine Zinserhöhung in naher Zukunft unwahrscheinlich ist. Die Inflation bleibt jedoch über dem Ziel, und Anzeichen für ein festes Wirtschaftswachstum haben die Erwartungen an eine eventuale Straffung der Geldpolitik am Leben gehalten.

Die Märkte preisen eine Zinserhöhung bis Oktober nicht mehr vollständig ein, wobei die implizite Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September bei etwa 70 % liegt. Die erste Zinssitzung der RBNZ unter der neuen Gouverneurin Anna Breman, die für den 18. Februar angesetzt ist, wird allgemein erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben. Die Zentralbank wird auch aktualisierte Wirtschafts- und Zinserwartungen bei der Sitzung veröffentlichen.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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