• NZD/USD driftet am Montag in der asiatischen Sitzung auf etwa 0,6015 nach unten. 
  • Schwächere Arbeitsmarktdaten aus Neuseeland haben dazu geführt, dass die Märkte die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der RBNZ auf später im Jahr 2026 verschoben haben. 
  • Der UoM Consumer Sentiment Index der USA verbessert sich im Februar auf 57,3, stärker als erwartet. 

Das Paar NZD/USD wird während der asiatischen Handelsstunden am Montag im negativen Bereich nahe 0,6015 gehandelt. Der neuseeländische Dollar (NZD) gibt gegenüber dem US-Dollar (USD) nach, da schwächere Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine Straffung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) dämpfen. 

Die Arbeitslosenquote Neuseelands stieg im vierten Quartal (Q4) 2025 auf 5,4%, den höchsten Wert seit 2015. Diese Zahl fiel schlechter aus als die Schätzungen von 5,3%. Dieser Bericht dämpfte die Erwartungen an eine kurzfristige Straffung durch die RBNZ, was den Kiwi gegenüber dem USD belastet. Die Swap-Märkte preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von über 60% für eine Zinssenkung bei der Sitzung im Mai ein.

Das Verbrauchervertrauen in den USA verbesserte sich im Februar leicht, wobei der Consumer Sentiment Index der University of Michigan von 56,4 im Januar auf 57,3 stieg. Diese Zahl lag über dem Marktkonsens von 55 und unterstützte den Greenback, was als Gegenwind für das Paar wirkte. 

Die verspätete Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Januar wird später am Mittwoch veröffentlicht. Die Märkte erwarten, dass im Januar 70.000 Arbeitsplätze in der US-Wirtschaft hinzugefügt werden, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich unverändert bei 4,4% bleibt. Allerdings könnten Anzeichen einer Schwächung des US-Arbeitsmarktes den USD kurzfristig untergraben. 

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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