Der US-Chiphersteller NVIDIA hat mit der Serienproduktion seiner neuen KI-Plattform Rubin begonnen. Das System setzt auf ein sogenanntes extremes Codesign, bei dem Rechenchips, Prozessoren, Netzwerktechnik und Speicher von Beginn an gemeinsam entwickelt wurden. Ziel ist es, Leistungsengpässe zu vermeiden und die Kosten für KI-Berechnungen deutlich zu senken.
Rubin wurde erstmals auf der Elektronikmesse CES 2026 vorgestellt und ist auf den großskaligen Einsatz von Künstlicher Intelligenz ausgelegt. Nach Unternehmensangaben ermöglicht die enge Integration der Komponenten eine schnellere Modellentwicklung sowie eine erhebliche Reduzierung der Betriebskosten. Ergänzt wird die Plattform durch ein neu entwickeltes, KI-optimiertes Speichersystem, das insbesondere bei Anwendungen mit großen Datenkontexten Leistungs- und Effizienzgewinne bringen soll.
Parallel dazu baut NVIDIA sein Angebot an offenen KI-Modellen aus. Mit Alpamayo wurde eine neue Modellfamilie für autonomes Fahren vorgestellt, die auf firmeneigenen Supercomputern trainiert wurde. Die Technologie soll künftig in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen. Als erstes Modell ist der neue Mercedes-Benz CLA vorgesehen, der noch in diesem Jahr in den USA eingeführt werden soll.
Weitere Neuheiten betreffen den Einsatz von KI jenseits großer Rechenzentren. Mit dem DGX Spark adressiert NVIDIA den Desktop-Bereich und will damit individuelle KI-Anwendungen ermöglichen. Zudem wurde mit Cosmos ein Foundation Model für Simulationen und physikalisch basierte KI-Anwendungen präsentiert. Insgesamt zielt das Unternehmen darauf ab, KI-Technologien breiter in industrielle, mobile und alltägliche Anwendungen zu integrieren.
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