Der wertvollste Tech-Konzern der Welt geht in die Offensive: Nvidia versucht, Zweifel an seiner gigantischen Marktbewertung von 4,5 Billionen Dollar auszuräumen – und greift dafür zu einem internen Memo, das nun an der Wall Street die Runde macht.
Das Papier richtet sich direkt an Analysten und zerlegt Vorwürfe, die zuletzt vom bekannten US-Investor Michael Burry und mehreren Autoren auf Substack veröffentlicht wurden. Burry, berühmt für seine Wette gegen den US-Häusermarkt vor der Finanzkrise, hatte Nvidia in einem neuen Newsletter erneut ins Visier genommen.
Das Memo, später komplett von Bernstein veröffentlicht, geht insbesondere auf einen Beitrag ein, der angeblich eine KI-Analyse von Nvidias Geschäftszahlen nutzt und daraus steigende Lagerbestände und Zahlungsschwierigkeiten von Kunden ableitet. Nvidia weist das zurück – und legt offen, warum Vergleiche mit früheren Bilanzskandalen wie Enron oder WorldCom aus Sicht des Konzerns nicht zutreffen sollen.
Ein Punkt wird allerdings eingeräumt: Die neuen Blackwell-Chips bringen geringere Margen und höhere Garantiekosten mit sich. Grund sei deren technische Komplexität.
Der Konzern selbst äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Memo.
Brisant: Die Veröffentlichung fällt in eine Phase erhöhter Nervosität. Nvidias Aktien waren zuvor gefallen, nachdem ein Medienbericht erklärte, Meta spreche mit Google über KI-Chips, die Nvidia Konkurrenz machen könnten.
Diesen Bericht konterte Nvidia sofort öffentlich auf X. Man freue sich über Googles Fortschritte, erklärte der Konzern – betonte aber zugleich, die eigenen Chips seien der Konkurrenz „eine Generation voraus“.
Der Post löste Diskussionen aus. Nutzer auf X stellten infrage, warum Nvidia sich öffentlich erklären müsse – zumal Google zu den größten Abnehmern der Nvidia-Technik gehört. Auch Susan Zhang von Googles DeepMind mischte sich ein und schrieb: „Sicherlich sieht jemand bei Nvidia, wie schlecht das aussieht … oder?“
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