Die Aktie von Nike ist am Freitagmorgen um rund zehn Prozent gestiegen – und das, obwohl der Sportartikelriese aus Beaverton im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 einen drastischen Gewinneinbruch hinnehmen musste. Der Markt reagierte offenbar erleichtert, dass die Zahlen immerhin den Erwartungen entsprachen.
Der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 86 Prozent auf 211 Millionen US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 14 US-Cent, nach 99 Cent im Vorjahr. Der Umsatz ging um zwölf Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar zurück.
Besonders deutlich fiel das Minus im digitalen Direktgeschäft aus. Die Erlöse von Nike Direct sanken insgesamt um 14 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Vor allem der Online-Handel der Marke Nike musste Federn lassen – hier lag das Minus bei 26 Prozent. Die firmeneigenen Läden konnten diesen Rückgang mit einem leichten Plus von zwei Prozent nur geringfügig ausgleichen.
Auch das Großhandelsgeschäft, das Nike zuletzt wieder stärker in den Fokus gerückt hatte, blieb unter Druck. Der Umsatz in diesem Bereich fiel um neun Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar.
Betrachtet man die Produktsegmente, zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Umsätze mit Schuhen lagen bei 7,2 Milliarden Dollar – ein Rückgang von 13 Prozent. Die Bekleidungssparte verzeichnete ein Minus von zehn Prozent und erzielte drei Milliarden Dollar.
Seit Oktober steht mit Elliott Hill ein neuer CEO an der Spitze des Konzerns. Er stellte klar, dass die Ergebnisse zwar den unternehmensinternen Erwartungen entsprechen – den eigenen Ansprüchen jedoch noch nicht genügen.
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