• NZD/USD zieht einige Dip-Käufer an und bleibt nahe einem Ein-Wochen-Hoch, das am Dienstag erreicht wurde.
  • Wetten auf Zinserhöhungen der Fed sowie geopolitische Risiken sollten den USD stützen und das Paar begrenzen.
  • Händler könnten auch davon absehen, vor den US-NFP aggressive Richtungswetten zu platzieren.

Das Paar NZD/USD steigt nach den zweiseitigen Kursbewegungen des Vortages leicht an und handelt während der asiatischen Sitzung am Freitag um die Region von 0,5685. Die Spotpreise bleiben jedoch unter dem am Dienstag erreichten Ein-Wochen-Hoch, da Händler gespannt auf die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten warten, um neuen Schwung zu erhalten.

Der allgemein bekannte US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht ist ein entscheidender Treiber der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) und spielt eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der Nachfrage nach dem US-Dollar (USD). Stärkere Daten würden einen widerstandsfähigen US-Arbeitsmarkt bestätigen und die Wetten auf Zinserhöhungen stützen, während ein enttäuschender Wert die Erwartungen an eine restriktivere Fed dämpfen würde. Dennoch sollte der entscheidende Bericht den Investoren helfen, das Timing und die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Zinsänderungen zu bewerten, was wiederum die kurzfristige Entwicklung des US-Dollars und des NZD/USD-Paares bestimmen wird.

Im Vorfeld des wichtigen Datenrisikos preisen Händler eine etwa 64%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass die US-Zentralbank die Kreditkosten im September anheben wird, und weisen eine fast 85%ige Wahrscheinlichkeit für eine Maßnahme bis Ende dieses Jahres angesichts der hartnäckigen Inflation zu. Die Wetten wurden durch Daten gestützt, die zeigten, dass die Verbraucherpreisinflation im Mai auf ein Dreijahreshoch beschleunigte. Zudem deuteten mehrere Fed-Vertreter an, dass höhere Zinssätze notwendig sein könnten, um die Inflation auf das 2%-Ziel der Zentralbank zurückzuführen. Dies gleicht in größerem Maße die enttäuschenden US-Daten vom Mittwoch aus.

Der US-ADP-Bericht zeigte, dass die Beschäftigung im privaten Sektor im Juni um 98.000 zunahm, nach unveränderten 122.000 im Vormonat und unter den Konsensschätzungen von 113.000. Hinzu kommt, dass der ISM Manufacturing PMI im Juni von 54 auf 53,3 zurückging. Die Daten beeinträchtigen jedoch kaum die zugrunde liegende bullische USD-Stimmung angesichts der hawkischen Fed-Erwartungen. Abgesehen davon stützen geopolitische Risiken den sicheren Hafen USD und mahnen zur Vorsicht, bevor man sich auf eine weitere Aufwertung des NZD/USD-Paares positioniert.

Iran und die USA beendeten eine Runde indirekter Gespräche in Katar, ohne Anzeichen für Fortschritte in Richtung eines dauerhaften Friedens angesichts der Spannungen um die strategisch wichtige Straße von Hormus. Separat startete Russland am frühen Donnerstag eine Salve von Raketen und Drohnen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. Dies hält die geopolitischen Risiken aufrecht, was die USD-Bullen begünstigt und das NZD/USD-Paar begrenzen sollte. Die hawkische Wende der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) könnte jedoch Händler davon abhalten, aggressive bärische Wetten auf den neuseeländischen Dollar (NZD) zu platzieren.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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