• GBP/USD zieht am Donnerstag während der asiatischen Handelssitzung einige Käufer um die Marke von 1,3290 an.
  • Burnhams Bekenntnis zu fiskalischen Regeln beruhigt die Nerven der Händler und unterstützt das Britische Pfund.
  • Die US-Arbeitsmarktdaten für Juni werden am Donnerstag später im Fokus stehen.

Das Paar GBP/USD gewinnt während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag an Fahrt und nähert sich der Marke von 1,3290. Das Britische Pfund (GBP) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD), da der voraussichtlich nächste Premierminister des Vereinigten Königreichs, Andy Burnham, die Marktbedenken durch das Versprechen strikter fiskalischer Disziplin beruhigt hat. Die US Nonfarm Payrolls (NFP)-Daten für Juni werden später am Donnerstag im Mittelpunkt stehen.

Burnham versprach am Montag, eine radikale Veränderung der Politik des Landes herbeizuführen, indem er den Regionen mehr Macht überträgt und in einer zehnjährigen Mission Zusammenarbeit statt Streit fördert, um „gutes“ Wachstum anzuregen. Die Händler bewerten weiterhin den politischen Übergang im Vereinigten Königreich nach Burnhams Aufstieg zum nächsten Regierungschef.

Analysten von Natixis sind der Ansicht, dass die Aufrechterhaltung des Anlegervertrauens in die öffentlichen Finanzen des Vereinigten Königreichs entscheidend sein wird. Während Burnhams Bekenntnis zur fiskalischen Disziplin kurzfristige Unterstützung bietet, werden die Märkte künftige Haushalte genau beobachten, um Anzeichen dafür zu erkennen, dass fiskalische Regeln gelockert werden, um höhere öffentliche Ausgaben zu finanzieren.

Alle Augen werden später am Tag auf die US-Arbeitsmarktdaten gerichtet sein, da diese Hinweise auf den US-Zinspfad geben könnten. Es wird erwartet, dass die US Nonfarm Payrolls (NFP) für Juni einen Zuwachs von 110.000 Arbeitsplätzen ausweisen, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich unverändert bei 4,3% bleiben wird. Anzeichen eines widerstandsfähigen US-Arbeitsmarktes könnten dem Greenback Auftrieb geben und dem wichtigen Paar Gegenwind verschaffen.

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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