Der französische Konsumgüterkonzern L’Oréal baut sein Engagement im Markt für ästhetische Dermatologie weiter aus und stockt seine Beteiligung an der Schweizer Galderma Group von 10 auf 20 Prozent auf. Die zusätzlichen Anteile übernimmt das Unternehmen von einem Investorenkonsortium unter Führung von EQT.

An dem Konsortium sind unter anderem Sunshine SwissCo, die staatliche Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi sowie Auba Investment beteiligt. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht veröffentlicht. Der Erwerb soll über einen außerbörslichen Blockhandel abgewickelt werden und unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Zur Finanzierung will L’Oréal auf vorhandene Liquidität und Kreditlinien zurückgreifen.

Mit dem Ausbau der Beteiligung sind auch Veränderungen in der Unternehmensführung von Galderma vorgesehen. Für die Hauptversammlung 2026 ist geplant, zwei Vertreter von L’Oréal in den Verwaltungsrat zu entsenden, die die bisherigen Repräsentanten des EQT-Konsortiums ablösen sollen.

L’Oréal betont, die strategische Ausrichtung und unternehmerische Unabhängigkeit von Galderma bleiben weiterhin gewahrt. Eine weitere Erhöhung des Anteilsbesitzes sei derzeit nicht vorgesehen. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen ihre bestehende Forschungskooperation weiter vertiefen.

Nach dem Vollzug der Transaktion wird L’Oréal die Beteiligung an Galderma künftig nach der At-Equity-Methode bilanzieren. Gleichzeitig endet die bisherige Aktionärsvereinbarung zwischen L’Oréal und Sunshine SwissCo.

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