- USD/CAD steigt am Dienstag im frühen asiatischen Handel auf rund 1,3715.
- Die Unsicherheit über US-Zölle belastet den US-Dollar.
- Händler warten auf die kanadischen BIP- und US-PPI-Berichte, die später am Freitag fällig sind.
Das Paar USD/CAD gewinnt am Dienstag während der frühen asiatischen Handelsstunden an Stärke und nähert sich 1,3715. Der US-Dollar (USD) steigt gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD), trotz der Unsicherheit über die amerikanische Handelspolitik. Die Berichte zum kanadischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) und zum US-Erzeugerpreisindex (PPI) für Januar werden später am Freitag die Höhepunkte sein.
Die Unsicherheit über Zölle hat sich verstärkt, nachdem US-Präsident Donald Trump gewarnt hat, dass Länder nicht von kürzlich ausgehandelten Handelsabkommen mit den USA zurücktreten sollten, nachdem der Oberste Gerichtshof seine Notfallzölle aufgehoben hat. Trump sagte, dass er einen pauschalen Zuschlag von 15% auf Importe erheben würde, was den Greenback gegenüber dem CAD untergraben könnte.
Persistente geopolitische Risiken könnten die Rohölpreise in die Höhe treiben und dem rohstoffgebundenen Loonie etwas Unterstützung bieten. Die New York Times berichtete am Sonntag, dass Trump begrenzte Luftangriffe auf den Iran in Betracht zieht.
Er sagte, dass er, falls Diplomatie oder ein erster gezielter US-Angriff nicht dazu führen, dass der Iran seinen Forderungen nachgibt, sein Atomprogramm aufzugeben, einen viel größeren Angriff in den kommenden Monaten in Betracht ziehen werde. Es ist erwähnenswert, dass Kanada ein großes Ölexportland ist und hohe Rohölpreise in der Regel einen positiven Einfluss auf den CAD haben.
Händler werden am Freitag die kanadischen BIP-Daten im Auge behalten, die voraussichtlich um 0,1% MoM im Dezember wachsen werden. Jegliche Anzeichen einer Schwächung der kanadischen Wirtschaft könnten den CAD belasten und kurzfristig als Rückenwind für das Paar wirken.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 24. Februar, im Blick behalten:
Der US-Dollar (USD) hat die meisten seiner Verluste im Tagesverlauf wieder ausgeglichen und handelt am Montag weitgehend stabil, nachdem die Märkte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs gegen die Zölle von US-Präsident Donald Trump und seinen Schritt zur Einführung zusätzlicher Abgaben am Wochenende verarbeitet haben.