Ripple’s Kryptowährung XRP zeigt zum Wochenstart Nerven aus Stahl. Am Montag notiert der Remittance-Token oberhalb der kritischen Unterstützung bei 1,40 US-Dollar. Für Anleger ist das kein Detail – sondern die Marke, an der sich jetzt alles entscheidet. Hält sie? Dann könnte der nächste Schub bereits in Richtung Wochenopen bei 1,48 US-Dollar laufen.
Gleichzeitig passt das Bild zum Gesamtmarkt. Bitcoin und Ethereum zeigen ebenfalls leichte Intraday-Gewinne. Keine Euphorie, kein Absturz – sondern ein Markt im Wartemodus. Genau das Umfeld, in dem plötzliche Bewegungen entstehen.
ETF-Überraschung: XRP zieht Kapital an, während Bitcoin und Ethereum bluten
Die Schlagzeile kam am Donnerstag: XRP-Spot-ETFs verzeichneten 4 Mio. US-Dollar Zuflüsse. Klingt unspektakulär? Nicht im Vergleich zu den Platzhirschen. Ethereum-ETFs meldeten 166 Mio. US-Dollar Abflüsse, Bitcoin-ETFs 130 Mio. US-Dollar Abflüsse.
Das Signal ist brisant: Kapital verlässt BTC und ETH – und findet seinen Weg zu XRP.
Die langfristige Bilanz bleibt eindrucksvoll. Kumulierte ETF-Zuflüsse: 1,23 Mrd. US-Dollar. Die Assets under Management liegen wieder über 1 Mrd. US-Dollar. Doch Vorsicht: Die Netto-Assets sind vom Rekordstand von 1,65 Mrd. US-Dollar Anfang Januar zurückgekommen. Das Vertrauen ist also da, aber noch nicht gefestigt.
Derivate-Alarm: Futures-Open-Interest fällt weiter
Während ETFs kurzfristig Rückenwind liefern, sendet der Terminmarkt ein Warnsignal. Das Futures-Open-Interest (OI) sank am Freitag auf 2,32 Mrd. US-Dollar, nach 2,45 Mrd. US-Dollar am Vortag.
Der Blick zurück macht die Dimension klar:
Am 6. Januar erreichte das Retail-Interesse ein Jahreshoch bei 4,55 Mrd. US-Dollar.
Das absolute Rekordhoch stammt aus dem Juli: 10,94 Mrd. US-Dollar.
Sinkendes OI bedeutet häufig: Positionen werden geschlossen, Hebel verschwindet, Dynamik nimmt ab. Trotz steigender Nachfrage von Kleinanlegern bleibt das Bild damit zwiespältig. Optimismus ja – aber weniger Feuerkraft.
Technische Entscheidungsschlacht: 1,40 US-Dollar unter Dauerbeschuss
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. XRP hält sich über 1,40 US-Dollar, doch nach oben lauert Widerstand:
- 50-Tage-EMA: 1,69 US-Dollar
- 100-Tage-EMA: 1,90 US-Dollar
- 200-Tage-EMA: 2,12 US-Dollar
Diese gleitenden Durchschnitte wirken wie ein Deckel auf jede Erholung.
Zusätzlich drückt der SuperTrend-Indikator von oben und begrenzt Rebounds scheinbar bei 1,72 US-Dollar. Der Indikator nutzt den Average True Range (ATR) zur Messung der Volatilität und Trendrichtung. Solange XRP nicht über den SuperTrend steigt und dieser nicht auf Grün dreht, bleibt die technische Großwetterlage fragil.
Die Gefahr ist eindeutig: Ein Tagesschluss unter 1,40 US-Dollar könnte den Kurs beschleunigt nach unten schicken – zunächst zum Tief vom 10. Oktober bei 1,25 US-Dollar. Darunter wartet bereits das Februar-6-Tief bei 1,12 US-Dollar.

Hoffnungsschimmer: MACD signalisiert Stabilität
Nicht alle Signale sind düster. Der MACD-Indikator liegt weiterhin über der Signallinie. Gleichzeitig weiten sich die grünen Histogramm-Balken aus. Das spricht eher für Stabilisierung als für akuten Abverkauf.
Genau daraus leitet sich die Chance auf einen Ausbruch in Richtung 1,48 US-Dollar (Wochenopen) ab.
Für Trader besonders spannend:
- Sonntagshoch: 1,67 US-Dollar
- 50-Tage-EMA: 1,69 US-Dollar
Eine Rückeroberung dieser Zone könnte den Startschuss für eine bullische Trendverschiebung liefern.
Fazit: XRP am Kipppunkt
XRP steht an einer Marke, die über Trend oder Rückschlag entscheidet. 1,40 US-Dollar ist die Linie im Sand. Oberhalb davon bleibt die Breakout-Chance Richtung 1,48 US-Dollar intakt. Darunter droht eine neue Abwärtswelle.
ETF-Zuflüsse liefern Argumente für die Bullen. Sinkendes Futures-Open-Interest mahnt zur Vorsicht. Technisch bleibt der SuperTrend ein Bremsklotz – während der MACD vorsichtig Stabilität signalisiert.
Für Anleger bedeutet das: Die nächste Bewegung könnte heftig ausfallen. Die Richtung entscheidet sich genau jetzt.
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Bitcoin weitet seine Gewinne aus und handelt über 65.800 USD, nachdem es am Vortag über der wichtigen technischen Hürde geschlossen hatte. Die bullische Kursentwicklung wird zusätzlich durch die Rückkehr der institutionellen Nachfrage gestützt, wobei Spot Exchange Traded Funds am Montag weiterhin Zuflüsse verzeichnen. Zudem haben die erneuten Hoffnungen auf Frieden zwischen den USA und dem Iran die Risikostimmung gehoben und dem Krypto-König zusätzlichen Rückenwind verschafft.
Das sollten Sie am Dienstag, den 21. Juli, im Blick behalten:
Die wichtigsten Währungspaare bleiben am frühen Dienstag innerhalb bekannter Spannen, da sich die Investoren zurückhalten, große Positionen einzugehen, und gleichzeitig die Schlagzeilen zur Nahostkrise genau beobachten. Die Sentiment-Daten der ZEW-Umfrage für Deutschland und die Eurozone werden im europäischen Wirtschaftskalender veröffentlicht. In der zweiten Tageshälfte werden keine hochwirksamen Datenveröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten erwartet.