Commerzbank-Analyst Volkmar Baur verweist darauf, dass sich der australische Arbeitsmarkt weiterhin robust zeigt. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,1% und solider Stellenzunahme werde die jüngste Zinserhöhung der Reserve Bank of Australia gestützt. Gleichzeitig bleibe das Lohnwachstum verhalten und die Reallöhne stagnierten. Die Commerzbank rechne daher nur mit einer weiteren Zinserhöhung, während die aktuelle Marktpreisung als zu optimistisch bewertet werde und das Aufwärtspotenzial des australischen Dollars begrenzt erscheine.
Kräftiger Jobmarkt, aber kaum Lohndruck
„Der australische Arbeitsmarkt befindet sich weiterhin in sehr robuster Verfassung, wie die am Donnerstag veröffentlichten Daten zeigen. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,1%, was im historischen Vergleich sehr niedrig ist. Zugleich fiel die Stellenzunahme solide aus: 17.800 neue Jobs wurden geschaffen.“
„Dennoch bleiben wir vorsichtig. Die am Mittwoch vorgelegten Daten zeigen ebenfalls, dass die niedrige Arbeitslosigkeit sich offenbar nicht in starkem Lohnwachstum niederschlägt.“
„Da die getrimmte Mittelwert-Inflation im vergangenen Quartal zudem bei 3,4% gegenüber dem Vorjahr lag, betrug das Reallohnwachstum im vierten Quartal 2025 faktisch null. Das ist kein Wert, der Inflationssorgen auslösen würde.“
„Gleichwohl gehen wir davon aus, dass die Zentralbank die Zinsen nur noch einmal anheben wird. Die aktuellen Markterwartungen erscheinen uns daher etwas zu optimistisch, was das weitere Aufwärtspotenzial des australischen Dollars in den kommenden Monaten begrenzen dürfte.“
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