- USD/CAD fällt am Donnerstag in der frühen europäischen Sitzung auf etwa 1,3670.
- Der US-Handelsbeauftragte gab an, dass die Zölle für einige Länder auf 15% oder mehr steigen werden.
- Händler erwarten am Freitag die Veröffentlichung der kanadischen BIP- und US-PPI-Berichte für neue Impulse.
Das USD/CAD-Paar handelt am Donnerstag in der frühen europäischen Sitzung auf einem weicheren Niveau um 1,3670. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD) angesichts anhaltender Unsicherheiten über die US-Wirtschaftspolitik und neuer Bedenken hinsichtlich möglicher Zollerhöhungen. Die Berichte zum kanadischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) und zum US-Erzeugerpreisindex (PPI) werden am Freitag die Höhepunkte sein.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte am Mittwoch, dass US-Präsident Donald Trump plant, diesen Satz in den kommenden Tagen auf 15% oder mehr für viele Länder zu erhöhen. Diese Befugnis ist auf ein 150-tägiges Zeitfenster beschränkt, es sei denn, der Kongress verlängert sie. Greers Kommentare zu möglichen Zollerhöhungen haben das Vertrauen in den Greenback gedämpft.
Persistente geopolitische Risiken könnten die Rohölpreise ansteigen lassen und dem rohstoffgebundenen Loonie etwas Unterstützung bieten. Es ist erwähnenswert, dass Kanada ein bedeutendes Ölexportland ist und hohe Rohölpreise in der Regel einen positiven Einfluss auf den CAD haben. Händler werden die Entwicklungen rund um die US-Iran-Atomverhandlungen genau beobachten. US- und iranische Beamte sollen am Donnerstag in Genf zu einer dritten Runde indirekter Gespräche zusammentreffen.
Alle Augen werden am Freitag auf die US-PPI-Daten für Januar gerichtet sein. Ökonomen erwarten, dass der PPI im Januar einen moderaten Anstieg von 0,3% MoM zeigt, verglichen mit 0,5%, die im Dezember verzeichnet wurden. Der jährliche PPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 2,6% im Januar gegenüber 3,0% zuvor zeigen. Ein "heißeres als erwartetes" Ergebnis könnte die Erwartungen an Zinssenkungen weiter dämpfen und den USD gegenüber dem CAD kurzfristig stützen.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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