Kanadische Telekomwerte setzen 2026 auf moderate Erholung und Bewertungsspielraum


Der kanadische Telekommunikationssektor steuert nach mehreren Jahren mit hohem Wettbewerbsdruck auf eine Phase vorsichtiger Erholung zu. Für das Jahr 2026 wird mit einer leichten Beschleunigung des Umsatzwachstums gerechnet, begleitet von einer allmählichen Stabilisierung der Marktbedingungen.

Die Bewertung der großen Telekomkonzerne bewegt sich derzeit unter früheren Höchstständen. Damit eröffnet sich Spielraum für eine moderate Neubewertung, sofern operative Fortschritte und bilanzielle Verbesserungen umgesetzt werden. Im Fokus stehen insbesondere Schuldenabbau, Effizienzsteigerungen und neue Erlösfelder außerhalb des klassischen Kerngeschäfts.

Rogers Communications profitiert von Maßnahmen zur Reduzierung der Verschuldung nach der Integration von Shaw. Weitere Transaktionen im Medien- und Sportbereich könnten die Bilanz zusätzlich entlasten. Gleichzeitig hält das Unternehmen an seinen finanziellen Zielen für 2026 fest.

BCE befindet sich nach tiefgreifenden strukturellen Veränderungen in einer Neuaufstellung. Der Konzern setzt auf moderates Wachstum, getragen von seinem Glasfasernetz, der engen Verzahnung von Mobilfunk- und Festnetzangeboten sowie einem wachsenden IT- und Servicegeschäft für Unternehmenskunden.

TELUS verfolgt weiterhin eine Strategie aus gezielten Veräußerungen, Investitionen in Wachstumsfelder und strikter Kostenkontrolle. Neben dem Kerngeschäft gewinnt insbesondere der Gesundheitsbereich an Bedeutung, der durch Akquisitionen weiter ausgebaut wird.

Quebecor konnte zuletzt von einer Belebung im Mobilfunk profitieren. Steigende Kundenzahlen und wieder wachsende Erlöse je Nutzer haben das Telekommunikationsgeschäft gestärkt und die Ertragslage verbessert.

Cogeco arbeitet an einer operativen Trendwende nach mehreren schwierigen Jahren. Fortschritte im Breitbandgeschäft und eine verbesserte Perspektive für die kommenden Geschäftsjahre deuten auf eine schrittweise Stabilisierung hin.

Insgesamt bleibt der Sektor von strukturellen Herausforderungen geprägt. Gleichwohl könnten konsequente operative Umsetzung und eine disziplinierte Finanzpolitik bei mehreren Anbietern ab 2026 zu einer verbesserten Geschäftsentwicklung führen.

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