- Der japanische Yen gewinnt gegenüber seinen Gegenstücken vor der geldpolitischen Ankündigung der BoJ.
- Es wird allgemein erwartet, dass die BoJ am Freitag die Zinsen anheben wird.
- 16 von 18 Fed-Mitgliedern sehen in diesem Jahr mindestens zwei Zinserhöhungen.
Der japanische Yen (JPY) notiert am Donnerstag gegenüber seinen wichtigsten Währungsgegenstücken höher. Das Paar USD/JPY liegt vor dem geldpolitischen Ergebnis der Bank of Japan (BoJ) am Freitag 0,35% tiefer bei nahe 155,75.
Japanischer Yen - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Japanischer Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Japanischer Yen war am stärksten gegenüber dem US-Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.08% | -0.07% | -0.42% | 0.03% | -0.38% | -0.37% | -0.24% | |
| EUR | 0.08% | 0.01% | -0.32% | 0.12% | -0.30% | -0.26% | -0.14% | |
| GBP | 0.07% | -0.01% | -0.31% | 0.11% | -0.31% | -0.27% | -0.13% | |
| JPY | 0.42% | 0.32% | 0.31% | 0.40% | 0.04% | 0.02% | 0.16% | |
| CAD | -0.03% | -0.12% | -0.11% | -0.40% | -0.39% | -0.38% | -0.23% | |
| AUD | 0.38% | 0.30% | 0.31% | -0.04% | 0.39% | 0.03% | 0.13% | |
| NZD | 0.37% | 0.26% | 0.27% | -0.02% | 0.38% | -0.03% | 0.17% | |
| CHF | 0.24% | 0.14% | 0.13% | -0.16% | 0.23% | -0.13% | -0.17% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Japanischer Yen aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als JPY (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
Marktexperten sind zuversichtlich, dass die BoJ die Zinsen um 25 Basispunkte (bps) auf 1,25% anheben wird, und bezeichnen die Kommunikation der Zentralbank zum Zinsausblick als den entscheidenden Auslöser für die nächste Bewegung des Yen.
BoJ-Zinserhöhung gilt als beschlossene Sache, Fokus richtet sich auf den geldpolitischen Ton
Der Ökonom Eugene Leow von DBS Group Research argumentiert, dass der Markt den bevorstehenden Schritt der Bank of Japan inzwischen weitgehend als entschieden betrachtet, und merkt an, dass "die Zinserhöhung der BoJ wie eine ausgemachte Sache aussieht, wobei sich die Debatte nun auf den Ton der Zentralbank verlagert."
"Da die Zinserhöhung selbst weithin erwartet wird", so Leow, konzentrieren sich Anleger zunehmend darauf, wie hawkisch oder vorsichtig die Kommunikation der BoJ ausfallen wird und was dies für den geldpolitischen Kurs bis zum Jahresende bedeutet.
Am Freitag werden sich Anleger zudem auf die Daten zum nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) für August konzentrieren, die vor der geldpolitischen Ankündigung veröffentlicht werden.
An der US-Dollar-Front sind Händler zunehmend zuversichtlich, dass die Fed in diesem Jahr noch eine weitere Zinserhöhung vornehmen wird. Die Fed hob ihre Zinsen am Mittwoch um 25 Basispunkte auf 3,75%-4,00% an und signalisierte, dass eine weitere Zinserhöhung bevorsteht.
Der Dot Plot der Fed zeigte, dass 12 von 18 Entscheidungsträgern zwei Zinserhöhungen unterstützten und vier für drei Zinserhöhungen in diesem Jahr stimmten. Zwei unterstützten hingegen die Ansicht, dass die angekündigte eine Zinserhöhung ausreichend sei.
USD/JPY Technische Analyse

Im Tageschart notiert USD/JPY bei 155,63 und behält einen kurzfristig bärischen Bias bei, da das Paar unter dem 20-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 156,44 bleibt. Die Unfähigkeit des Paares, diesen kurzfristigen EMA zurückzuerobern, deutet darauf hin, dass Erholungen vorerst begrenzt bleiben, während der Relative Strength Index (RSI) um 43 auf eine Stabilisierung, aber weiterhin nur mäßigen Abwärtsdruck hindeutet, statt auf klar überverkaufte Bedingungen.
Auf der Oberseite wird der erste Widerstand durch den 20-Tage-EMA bei 156,44 definiert, der als erste Hürde dient, die die Bullen überwinden müssten, um den unmittelbaren Verkaufsdruck zu verringern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung zu öffnen. Da im aktuellen Datensatz keine nahegelegenen strukturellen Unterstützungen hervorgehoben werden, könnten Händler intraday-Erholungen in Richtung des EMA weiterhin als potenzielle Verkaufsgelegenheiten betrachten, bis der Kurs diesen Bereich eindeutig wieder darüber schließt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Zentralbanken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.
Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.
Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.
Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 17. September, im Blick behalten:
Der US Dollar Index (DXY) hat es geschafft, die psychologisch wichtige Marke von 100,00 zurückzuerobern, da Händler die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve bewerten. Die US-Notenbank erhöhte auf ihrer Sitzung im September am Mittwoch ihren Leitzins um 25 Basispunkte. Dies markiert die erste Zinserhöhung der Fed seit drei Jahren