- USD/JPY schwächt sich im asiatischen Handel am Mittwoch auf rund 158,90 ab.
- Das Treasury könnte sein General Account nutzen, um den Kauf von Staatsanleihen zu finanzieren.
- Die Mehrheit der Ökonomen erwartete laut einer Reuters-Umfrage, dass die BoJ ihren Zinssatz im September anheben wird.
Das Paar USD/JPY verliert während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch an Boden und notiert nahe 158,90. Die Anleiherückkaufprogramme des US-Finanzministeriums belasten den US-Dollar (USD) gegenüber dem japanischen Yen (JPY). Die Daten zum US-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Juli werden später am Mittwoch im Fokus stehen, vor dem Jackson-Hole-Symposium am Freitag.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte vergangene Woche, dass das US-Finanzministerium seine Anleiherückkaufoperationen auf mindestens 4 Mrd. Dollar pro Operation verdoppeln werde, gegenüber dem derzeitigen Maximum von 2 Mrd. Dollar, um die stark steigenden langfristigen Finanzierungskosten zu stabilisieren. Die Rückkäufe von US-Staatsanleihen wecken angesichts einer Staatsverschuldung von mehr als 40 Billionen Dollar Sorgen und setzen den Greenback unter Druck.
Am Dienstag erklärten zwei hochrangige Beamte des Finanzministeriums, dass das Treasury seinen nahezu 1 Billion Dollar schweren General Account nutzen könnte, um die kürzlich angekündigten Pläne zur Ausweitung der Käufe von Staatsanleihen zu finanzieren.
Die Bank of Japan (BoJ) teilte am Mittwoch mit, dass Gouverneur Kazuo Ueda wegen eines Terminkonflikts in dieser Woche nicht am jährlichen Jackson-Hole-Treffen der US-Notenbank (Fed) teilnehmen wird. Das BoJ-Direktoriumsmitglied Naoki Tamura wird ihn vertreten.
Laut einer Umfrage vom 17. bis 24. August in einer Reuters-Umfrage erwarteten 57% der Ökonomen, dass die japanische Zentralbank ihren Zinssatz im September anheben wird, eine deutliche Kehrtwende gegenüber einer Umfrage im Juli. Eine Minderheit, 10 von 58, sah eine weitere Anhebung auf 1,50% entweder im Oktober oder Dezember.
Der Fokus des Yen verlagert sich nach der September-Sitzung auf den Ton der BoJ
Strategen von Scotiabank heben hervor, dass sich die kurzfristige Preisbildung zwar an die Erwartungen einer Straffung der BoJ rund um die Sitzung am 18. September angepasst hat, „das größere Risiko sich jedoch auf den Ton der Zentralbank konzentrieren wird, da Marktteilnehmer über die Sitzung vom 18. September hinausblicken“, wobei Anleger zunehmend sensibel darauf reagieren, wie die Entscheidungsträger den weiteren geldpolitischen Pfad darstellen.
Technische Analyse: USD/JPY bleibt unter dem 100-Tage-SMA gedeckelt
Im Tageschart weist USD/JPY kurzfristig einen bärischen Bias auf, da der Spotkurs unter dem 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bleibt. Der Kurs handelt über dem mittleren Bollinger-Band des 20-Tage-Chart, wird jedoch weiterhin vom oberen Band begrenzt, was auf eine technische Gegenbewegung innerhalb einer breiteren Phase der Erschöpfung auf der Oberseite hindeutet. Der Relative Strength Index (14) bei 43,64 liegt unter der neutralen 50-Linie und deutet darauf hin, dass Erholungsversuche nicht über starkes Momentum verfügen, während die Verkäufer unterhalb der wichtigen gleitenden Durchschnittsbarriere die Oberhand behalten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 100-Tage-SMA bei 160,00, wobei ein Ausbruch darüber das obere Bollinger-Band um 160,30 als nächste Hürde freilegen würde. Auf der Unterseite ergibt sich die unmittelbare Unterstützung am mittleren Bollinger-Band des 20-Tage-Chart bei 158,75, gefolgt von einer tieferen strukturellen Unterstützung am unteren Bollinger-Band nahe 157,20.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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