• USD/JPY gibt am Donnerstag im asiatischen Handel auf rund 162,15 nach. 
  • Japans Katayama erklärte, jederzeit bereit zu sein, bei Bedarf angemessene Maßnahmen am Devisenmarkt zu ergreifen. 
  • Abkühlende US-Inflation dämpft die Wetten auf Zinserhöhungen der Fed. 

Das Paar USD/JPY verliert am Donnerstag im asiatischen Handel an Boden und notiert bei rund 162,15. Der japanische Yen (JPY) gewinnt gegenüber dem US-Dollar (USD) nach verbaler Intervention japanischer Behörden an Stärke. Die Händler warten später am Donnerstag auf die Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze für Juni, um neue Impulse zu erhalten. 

Die Händler bleiben wachsam gegenüber möglichen Interventionen japanischer Beamter. Am Donnerstag erklärte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama, dass die Behörden jederzeit bereit seien, bei Bedarf angemessene Maßnahmen am Devisenmarkt zu ergreifen. Sie fügte hinzu, dass die Verantwortlichen die Marktentwicklungen und Wirtschaftsdaten verfolgen werden, um die fiskalische Nachhaltigkeit sicherzustellen. 

Schwächer als erwartete US-Inflationsdaten verstärkten die Wetten, dass die US-Notenbank (Fed) bei Zinserhöhungen geduldig bleiben kann, was den Greenback belastet. Daten des US Bureau of Labor Statistics (BLS) vom Mittwoch zeigten, dass der US-Erzeugerpreisindex (PPI) im Juni im Jahresvergleich um 5,5 % stieg, gegenüber 6,0 % im Mai (revidiert von 6,5 %). Dieser Wert lag unter dem Marktkonsens von 6,2 %. 

Auf Monatsbasis sank der PPI um 0,3 %, verglichen mit einem Anstieg von 0,6 % im Mai (revidiert von 1,1 %) und besser als die Schätzung eines unveränderten Werts.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Juli wurde auf 9,6 % reduziert, gegenüber einer implizierten Wahrscheinlichkeit von 45 % zu Beginn der Woche. Die Märkte sehen laut dem CME FedWatch Tool weiterhin eine 50:50-Chance für eine Erhöhung um mindestens 25 Basispunkte (bps) im September. 

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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Der US-Dollar-Index (DXY) fällt um 0,5% auf 100,40, da die schwächer als erwartete Großhandelsinflation in den Vereinigten Staaten (USA) die Anzeichen für nachlassenden Preisdruck verstärkt. Der Gesamt-Erzeugerpreisindex (EPI) ging im Juni im Monatsvergleich um 0,3% zurück, während die jährliche Rate auf 5,5% verlangsamte und damit unter der Prognose von 6,2% lag. Der Kern-EPI stieg im Monatsvergleich um 0,2% und im Jahresvergleich um 4,7%, verfehlte ebenfalls die Erwartungen.

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