- USD/JPY schwächt sich im asiatischen Handel am Donnerstag auf rund 158,15 ab.
- Äußerungen von Ueda und Bessent untermauern die Aussicht auf eine Zinserhöhung der BoJ in diesem Monat.
- Die US-Arbeitsmarktdaten für August werden später in dieser Woche im Mittelpunkt stehen.
Das Paar USD/JPY zieht während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag einige Verkäufer in die Nähe von 158,15 an. Der japanische Yen (JPY) legt gegenüber dem US-Dollar (USD) zu, nachdem japanische Entscheidungsträger angedeutet haben, dass die Zinsen noch in diesem Monat steigen werden. Der US-Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) für August wird später am Freitag im Mittelpunkt stehen.
Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, sagte am Dienstag, dass die Zentralbank über eine Zinserhöhung, auch im September, beraten werde, wobei der Fokus darauf liege, ob die Inflationsrisiken zunehmen, was auf eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September hindeutet. Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass er Ueda getroffen habe und zu "entschlossenen" geldpolitischen Schritten aufgerufen habe, um den schwachen JPY zu bekämpfen.
Overnight-Index-Swaps preisen inzwischen mehr als vollständig eine reguläre Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) bei der Sitzung der BoJ im September ein. Die Preisbildung deutet nur auf eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit eines Schritts um 50 bps hin.
Händler warten in dieser Woche auf die US-Arbeitsmarktdaten, darunter die mit Spannung erwarteten NFP und die Arbeitslosenquote. Dieser Bericht könnte einige Hinweise auf den US-Zinspfad liefern.
Ökonomen erwarten, dass die US-Wirtschaft im August 58.000 Stellen schaffen wird, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich unverändert bei 4,1% bleiben wird. Sollten die Daten stärker als erwartet ausfallen, könnte dies den USD gegenüber dem JPY kurzfristig stützen.
Der Straffungspfad der BoJ dürfte den Weg für größere als übliche Zinsschritte öffnen
Strategen bei Scotiabank stellen fest, dass jüngste BoJ-Kommentare die Markterwartungen hinsichtlich des Tempos und des Umfangs künftiger Straffungen subtil verschoben haben. Sie heben hervor, dass die Äußerungen „auf die Möglichkeit einer Straffung in größeren Schritten als den 25-Basispunkte-Anpassungen, die von Zentralbanken typischerweise vorgenommen werden, hingedeutet haben“, ein Schritt, der „von der BoJ noch weniger erwartet würde – zumal sie aus negativen Zinsen und der Nullzinsuntergrenze heraus strafft und sogar 10- bis 15-Basispunkte-Anpassungen begünstigt hat.“ Diese sich entwickelnde Kommunikation unterstreicht das Potenzial für weniger konventionelle Schrittgrößen, während Japan die Geldpolitik weiter normalisiert.
Technische Analyse: USD/JPY bleibt unter dem 100-Tage-SMA gedeckelt
Auf der Tages-Chart behält USD/JPY eine bärische kurzfristige Tendenz bei, da der Spot unter dem 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) und dem mittleren Band der Bollinger Bands mit 20 Perioden notiert. Der Kurs liegt nur geringfügig über dem unteren Bollinger-Band bei 157,98, was darauf hindeutet, dass das Paar die untere Begrenzung der jüngsten Handelsspanne testet, während der Relative Strength Index (14) um 38,9 auf ein gedämpftes Momentum nach dem Verlassen überverkaufter Bedingungen hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim mittleren Band der Bollinger Bands mit 20 Perioden um 159,18, vor dem 100-Tage-SMA bei 159,99 und dem oberen Bollinger-Band nahe 160,38, die zusammen eine dichte Deckelung für Erholungsversuche bilden. Auf der Unterseite bietet das untere Bollinger-Band bei 157,98 unmittelbare Unterstützung; ein entscheidender Bruch unter dieses Niveau würde den Weg für weitere Schwäche öffnen, während ein Halten darüber dazu führen könnte, dass sich USD/JPY konsolidiert und dabei unterhalb des Widerstandsclusters von 159,00–160,00 begrenzt bleibt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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