• GBP/USD-Bullen scheinen zögerlich, da Fed-Zinswetten dazu beitragen, den schwachen USD-Rückgang nach den ADP-Daten zu begrenzen.
  • Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran stützen den sicheren Hafen USD zusätzlich und deckeln das Paar.
  • Händler blicken auf den US ISM Services PMI für neue Impulse vor dem NFP-Bericht am Freitag.

Das Paar GBP/USD konsolidiert während der asiatischen Sitzung am Donnerstag unter der psychologischen Marke von 1,3500 und bleibt nahe einem am Vortag erreichten Dreiwochentief.

Der US-Dollar (USD) stabilisiert sich nach dem korrigierenden Rückgang des Vortages angesichts der Erwartungen einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve (Fed) und geopolitischer Unsicherheiten. Händler erhöhten ihre Wetten darauf, dass die US-Notenbank die Kreditkosten in diesem Monat anheben wird, nachdem Fed-Vorsitzender Kevin Warsh am vergangenen Freitag hawkische Äußerungen gemacht hatte. Darüber hinaus stützen Inflationsrisiken, die von höheren Energiepreisen ausgehen, den Fall einer Straffung der Fed-Geldpolitik, was wiederum dem USD etwas Unterstützung bietet und als Gegenwind für das Paar GBP/USD wirkt.

Unterdessen haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach neuen amerikanischen Angriffen auf iranische Ziele und Vergeltungsangriffen Teherans mit Drohnen und Raketen in der gesamten Golfregion verschärft. Hinzu kommen anhaltende Zusammenstöße um die Straße von Hormus, die die geopolitische Risikoprämie weiter aufrechterhalten, was wiederum als weiterer Faktor gilt, der den sicheren Greenback stützt. Allerdings halten sinkende US-Anleiherenditen die USD-Bullen davon ab, aggressive Wetten einzugehen, und helfen, weitere Verluste für das Paar GBP/USD zu begrenzen.

Händler blicken nun auf die Veröffentlichung des US ISM Services PMI für neue Impulse, wobei der Fokus weiterhin auf den mit Spannung erwarteten monatlichen US-Arbeitsmarktdaten liegt, die allgemein als Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht am Freitag bekannt sind. Abgesehen davon könnten weitere Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten die Volatilität an den Finanzmärkten weiter anheizen, was wiederum die USD-Kursdynamik beeinflussen und kurzfristige Handelsmöglichkeiten rund um das Paar GBP/USD schaffen könnte.

GBP/USD 4-Stunden-Chart

Chart Analysis GBP/USD

Technische Analyse

Das Paar GBP/USD handelt um den 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart und oberhalb des 50,0%-Fibonacci-Retracements des Anstiegs von Juli bis August. Ein überzeugender Durchbruch darunter sollte den Weg für tiefere Fibonacci-Unterstützungen bei 1,3425 und 1,3357 ebnen, wo Käufer voraussichtlich die zugrunde liegende bullische Struktur verteidigen würden.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 38,2%-Fibo.-Retracement bei 1,3521, gefolgt vom 23,6%-Retracement bei 1,3580, mit einer weiter entfernten Barriere beim Zyklushoch-Anker nahe 1,3676.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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