Inflationserwartungen der Eurozone erreichen neuen Siebenjahreshöchststand und liegen über dem 2%-Ziel der EZB


Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und Engpässe in der Lieferkette erreichten die Inflationserwartungen in der Eurozone am Dienstag mit 2,0509% den höchsten Stand seit sieben Jahren.

Nach mehreren Monaten mit hohen Inflationswerten in der Eurozone sind die Inflationserwartungen der Anleiheinvestoren des alten Kontinents über das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 % hinausgeschossen.

Die politischen Entscheidungsträger der EZB spielen jedoch weiterhin die Sorgen über eine steigende Inflation herunter, da der Schwerpunkt in dieser Woche weiterhin auf dem Plan der Zentralbank zur Rücknahme der Pandemie-Stützungsmaßnahmen liegt.  

Die Analysten der ING Bank stellen fest: "Steigende Inflationsswaps werden bei der EZB-Sitzung am Donnerstag ein zentrales Thema sein. Die anhaltende Inflationsangst führt dazu, dass die Erwartungen in Richtung einer strafferen Politik kippen, und ein Zurückweichen der EZB könnte auf die Preisgestaltung am vorderen Ende beschränkt bleiben."

Auf der anderen Seite des Atlantiks stiegen die US-Inflationserwartungen, gemessen an der 10-Jahres-Breakeven-Inflationsrate gemäß den Daten der St. Louis Federal Reserve (FRED), bis zum Ende des nordamerikanischen Handels am Montag auf den höchsten Stand, der zuletzt im August 2006 verzeichnet wurde", erklärt FXStreet-Analyst Anil Panchal.

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