Die britische Großbank HSBC hat ihr Kursziel für die Aktie von AMD von 200 auf 185 US-Dollar reduziert, hält aber an ihrer Kaufempfehlung fest. Das Unternehmen mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 246 Milliarden Dollar zählt weiterhin zu den großen Gewinnern der vergangenen Monate: In den letzten sechs Monaten legte die Aktie um 51 Prozent zu.

Der vorsichtigere Ausblick hängt mit den Annahmen zu AMDs KI-Chip MI355 zusammen. HSBC rechnet künftig mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 23.000 statt bisher 25.000 Dollar pro Einheit. Hintergrund seien unterschiedliche Preisgestaltungen für verschiedene Kunden.

Auf Basis dieser Anpassung senkten die Analysten ihre Umsatzprognosen für AMDs KI-Grafikprozessoren im Jahr 2026 von 15,1 auf 13,9 Milliarden Dollar. Trotz der Korrektur liegt die neue Schätzung damit noch immer deutlich über dem aktuellen Marktkonsens.

Darüber hinaus erwartet HSBC, dass große Cloud-Anbieter wie Meta, Microsoft, Oracle und xAI ab 2025 erste Tests mit AMDs MI400-System starten. Erste Ergebnisse könnten demnach Ende 2025 oder Anfang 2026 vorliegen – und damit auch mehr Klarheit über das Umsatzpotenzial der kommenden Chipgeneration bringen.

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