Die britische Großbank HSBC hat die Einstufung für den US-Chiphersteller NVIDIA am Mittwoch von Hold auf Buy angehoben und das Kursziel deutlich von 200 auf 320 US-Dollar erhöht. Begründet wurde der Schritt mit den anhaltend starken Wachstumsperspektiven im Geschäft mit KI-Prozessoren, deren Nachfrage zunehmend auch über die großen Cloud-Anbieter hinausgeht.
Nach Berechnungen der Bank dürfte NVIDIAs Rechenzentrumsumsatz im Geschäftsjahr 2027 rund 351 Milliarden US-Dollar erreichen – etwa 36 Prozent mehr als der aktuelle Marktkonsens. HSBC sieht in der wachsenden Bedeutung des Marktes für Grafikprozessoren (GPU) einen wesentlichen Treiber für das erwartete Umsatzplus.
Zudem verweist das Institut auf die Möglichkeit einer Entspannung im Handelsverhältnis zwischen den USA und China, die zu einer Erholung der Nachfrage auf dem chinesischen Markt beitragen könnte.
Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert HSBC nun einen Gewinn je Aktie von 8,75 US-Dollar, verglichen mit der Konsensschätzung von 6,48 US-Dollar. Diese Erwartung berücksichtigt nach Angaben der Bank keine Erlöse aus dem Export von Chips nach China.
Auch im Fertigungsbereich erwartet HSBC eine deutliche Belebung: Die Zuteilung sogenannter CoWoS-Wafer soll bis 2027 auf 700.000 Stück steigen, nach 480.000 im Vorjahr. Das entspräche einem Plus von rund 140 Prozent.
In einem optimistischen Szenario rechnet HSBC mit Rechenzentrumsumsätzen von bis zu 390 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 9,68 US-Dollar. Insgesamt geht die Bank davon aus, dass der Markt für KI-Grafikprozessoren auch über die großen Hyperscaler hinaus weiterwächst und damit für anhaltendes Gewinnwachstum bei NVIDIA sorgt.
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