Hohe Risikoaversion zwingt den USD/JPY in die Knie

Nachdem sich das Währungspaar USD/JPY während der europäischen Handelssitzung bei 112,80 bewegt hatte, geriet es im New Yorker Geschäft erneut unter Verkaufsdruck und fiel auf den niedrigsten Stand seit Ende Oktober bei 112,26. Zuletzt handelte der USD/JPY auf 112,36 und damit 0,8 Prozent im Minus.

Eine breit angelegte Dollar-Schwäche und die hohe Risikoaversion in der zweiten Tageshälfte scheinen der Hauptgrund für den jüngsten Rückgang des Paares zu sein. Die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China nach der Verhaftung des CFO des chinesischen Technologiekonzerns Huawei in Kanada ließen Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit aufkommen, dass sich diese Entwicklung negativ auf die Handelsverhandlungen auswirkt und die Aktienmärkte belastet und gleichzeitig die Nachfrage nach sicheren Häfen wie dem JPY erhöht. Zum Zeitpunkt des Schreibens lag der Dow Jones Industrial Average mehr als 2 Prozent unter dem Eröffnungskurs, der S&P 500 und der Nasdaq Composite verloren jeweils 1,95 Prozent bzw. 1,65 Prozent.

Andererseits zwangen die heutigen makroökonomischen Datenpunkte aus den Vereinigten Staaten den USD, gegenüber seinen Rivalen nachzugeben. Der monatliche ADP-Bericht zeigte, dass die Beschäftigung im privaten Sektor im November weniger stark zunahm als erwartet, während der Auftragseingang von Gebrauchsgütern um 4,3 Prozent zurückging. Obwohl die vom IHS Markit und vom ISM veröffentlichten nicht-produzierenden PMI-Daten zeigten, dass die Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor weiterhin in gesundem Tempo expandierte, kämpfte der US-Dollar-Index  um Halt. Zuletzt handelte der Index 0,3 Prozent im Minus.

USD/JPY wichtige Kursniveaus

Die nächsten Unterstützungen liegen bei 112,35 (100-DMA), 112,00 (psychologische Marke) und 111,40 (Tief 26. Oktober). Widerstände befinden sich bei 113,15 (Tageshoch), 113,60 (Hoch 4. Dezember) und 114,00 (Hoch 28. November).

 

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