- Der Goldpreis driftet am Montag in der frühen asiatischen Sitzung auf etwa 3.360 USD nach unten.
- Die Erholung des USD belastet das Edelmetall.
- Schwächere US-NFP-Daten und Zölle könnten sichere Anlagen wie den Goldpreis ankurbeln.
Der Goldpreis (XAU/USD) gibt auf etwa 3.360 USD nach und beendet damit die zweitägige Gewinnserie in der frühen asiatischen Sitzung am Montag. Dennoch könnten schwache US-Arbeitsmarktdaten und Zölle den US-Dollar (USD) belasten und helfen, die Verluste des auf USD lautenden Rohstoffs zu begrenzen.
Das gelbe Metall verliert an Zugkraft aufgrund der Erholung des Greenbacks. Das potenzielle Aufwärtspotenzial für Gold könnte begrenzt sein, da enttäuschende US-NFP-Daten die Erwartungen an eine Zinssenkung der Federal Reserve (Fed) erhöht haben.
Die US-NFP-Daten stiegen im Juli um 73.000, im Vergleich zu einem Anstieg von 14.000 (revidiert von 147.000) zuvor, wie das US Bureau of Labor Statistics (BLS) am Freitag bekannt gab. Diese Zahl lag unter dem Marktkonsens von 110.000. In der Zwischenzeit stieg die US-Arbeitslosenquote im Juli wie erwartet auf 4,2% von 4,1% im Juni.
"Die Zahl der Neueinstellungen lag unter den Erwartungen, aber etwas höher als der Markt prognostiziert hatte. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve (Fed) später im Jahr die Zinsen senken wird," sagte Bart Melek, Leiter der Rohstoffstrategien bei TD Securities.
Darüber hinaus fördern frische Zollankündigungen und Unsicherheiten über die US-Handelspolitik die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Am Freitag traf US-Präsident Donald Trump viele Länder mit neuen Abgaben, was zu Schock und Verwirrung führte. Investoren werden die Entwicklungen rund um die US-Zollankündigungen genau beobachten.
Trump und der kanadische Premierminister Mark Carney werden voraussichtlich "in den nächsten Tagen" sprechen, nachdem die USA einen Zoll von 35% auf Waren verhängt haben, die nicht durch das Handelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada abgedeckt sind. Auch eine mögliche Verlängerung der Zollpause zwischen den USA und China, den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, wird genau beobachtet. Jegliche Anzeichen erneuter Handelskonflikte könnten das Edelmetall ankurbeln.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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