• Der Goldpreis fällt auf etwa 3.325 USD, da die Marktstimmung insgesamt stabil bleibt.
  • Trump unterzeichnet Verordnungen, dass Washington ab dem 1. August zusätzliche Zölle erheben wird.
  • Washington erhebt 25% Zölle auf Importe aus Japan und Südkorea.

Der Goldpreis (XAU/USD) fällt während der europäischen Handelszeit am Dienstag auf etwa 3.325 USD. Das gelbe Metall sieht sich einem leichten Verkaufsdruck gegenüber, da die Marktstimmung für risikobehaftete Anlagen günstig ist, nach der Gnadenfrist von US-Präsident Donald Trump, um den Handelspartnern zu ermöglichen, einen Handelsvertrag abzuschließen.

Am Montag unterzeichnete US-Präsident Trump Exekutivverordnungen, die Washington erlauben, ab dem 1. August neue Zölle auf Importe zu erheben, anstelle des zuvor angekündigten 9. Juli. Obwohl Trump dies nicht als Gnadenfrist für eine 90-tägige Zollpause zur Ermöglichung von Verhandlungen über Importzollsätze bezeichnet hat, verschafft es den Ländern Zeit, um Handelsgespräche mit US-Verhandlungsführern zu planen.

Die Nachfrage nach sicheren Anlagen, wie Gold, hat in einer freundlichen Marktstimmung nachgelassen.

Zusätzlich hat der stabile US-Dollar (USD) auch das Aufwärtspotenzial des Goldpreises begrenzt. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen verfolgt, gewinnt nach einer leichten Korrektur auf etwa 97,35 von dem frischen Wochenhoch von 97,66, das am Montag erreicht wurde, wieder an Boden.

Unterdessen hat die Ankündigung neuer Zolltarife von US-Trump für 14 Länder, insbesondere Japan und Südkorea, auf die 25% erhoben wurden, die Unsicherheit über die US-Handelspolitik erhöht. Angesichts der Tatsache, dass Japan einer der führenden Handelspartner der USA ist, treiben die Handelskonflikte zwischen ihnen die globalen Handelsängste voran. Ein solches Szenario ist günstig für sichere Anlagen, wie Gold.

In Zukunft werden sich die Investoren auf die Veröffentlichung der Protokolle des Federal Open Market Committee (FOMC) der Sitzung vom 17.-18. Juni konzentrieren, die am Mittwoch veröffentlicht werden.

Technische Analyse von Gold

Der Goldpreis handelt nahe der aufwärts gerichteten Trendlinie einer aufsteigenden Dreiecksformation auf einem Tageszeitrahmen, die vom Tiefpunkt am 7. April bei 2.957 USD ausgeht. Der horizontale Widerstand des oben genannten Chartmusters ist vom Hoch am 22. April bei etwa 3.500 USD eingezeichnet. Theoretisch führt ein Durchbruch des Vermögenswerts unter die aufwärts gerichtete Trendlinie zu einem starken Rückgang.

Das Edelmetall handelt unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei etwa 3.334 USD, was darauf hindeutet, dass der kurzfristige Trend ungewiss ist.

Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) oszilliert im Bereich von 40,00-60,00 und zeigt einen seitwärts gerichteten Trend an.

Nach oben würde der Goldpreis in ein unkartiertes Gebiet eintreten, nachdem er die psychologische Marke von 3.500 USD entscheidend überschreitet. Potenzielle Widerstände wären 3.550 USD und 3.600 USD.

Alternativ würde eine Abwärtsbewegung des Goldpreises unter das Tief vom 29. Mai bei 3.245 USD ihn in Richtung der runden Unterstützung von 3.200 USD ziehen, gefolgt vom Tief vom 15. Mai bei 3.121 USD.

Gold Tageschart

 

 

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

 

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