- Der Goldpreis driftet am Montag in der frühen asiatischen Sitzung auf etwa 3.330 USD nach unten.
- Unerwartet starke US-Wirtschaftsdaten belasten den Goldpreis, aber die Nachfrage nach sicheren Anlagen könnte den Abwärtstrend begrenzen.
- Händler bereiten sich auf das Treffen zwischen Trump und Zelenskiy später am Montag vor.
Der Goldpreis (XAU/USD) zieht am Montag in der frühen asiatischen Sitzung einige Verkäufer zu etwa 3.330 USD an. Das Edelmetall gibt nach, nachdem unerwartet starke US-Daten zum Erzeugerpreisindex (EPI) veröffentlicht wurden. Die Anleger werden das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj später am Montag genau beobachten, um weitere Entwicklungen zu verfolgen.
Die heißeren als erwarteten EPI-Inflationsdaten, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, veranlassten die Händler, ihre Wetten auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) im September zu reduzieren, was dem gelben Metall Gegenwind beschert. Der US-Erzeugerpreisindex (EPI) stieg im Juli um 3,3% im Vergleich zum Vorjahr, gegenüber einem Anstieg von 2,4% zuvor. Dieser Wert lag deutlich über den Erwartungen von 2,5%.
Darüber hinaus zeigten die am Freitag veröffentlichten Daten des US Census Bureau, dass die US-Einzelhandelsumsätze im Juli um 0,5% im Monatsvergleich gestiegen sind, gegenüber einem Anstieg von 0,9% im Juni (revidiert von 0,6%). Dieser Wert entsprach dem Marktkonsens.
Die vorsichtige Stimmung auf dem Markt könnte jedoch die Zuflüsse in sichere Anlagen erhöhen und helfen, die Verluste von Gold zu begrenzen. Bloomberg berichtete am Sonntag, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte, dass Trump und der russische Präsident Wladimir Putin sich auf Sicherheitszusagen für die Ukraine geeinigt hätten.
Witkoff erklärte weiter, dass das Abkommen der Ukraine nicht ermögliche, ihr Ziel einer NATO-Mitgliedschaft zu erreichen, da Russland der NATO-Mitgliedschaft widersprach. Goldhändler werden später am Tag weitere Hinweise aus dem Treffen zwischen Trump und Selenskyj aufnehmen, da die Einzelheiten der Gespräche zwischen den USA und Russland unklar bleiben.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 15. Januar, im Blick behalten:
Händler werden weitere Hinweise aus dem wöchentlichen US-Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ziehen, der später am Donnerstag veröffentlicht wird. Auch Fed-Vertreter werden zu Wort kommen, darunter Raphael Bostic, Michael Barr, Thomas Barkin und Jeff Schmid.