• Der Goldpreis sinkt auf etwa 3.390 USD in der frühen asiatischen Sitzung am Montag. 
  • Steigende Zinssenkungserwartungen der Fed könnten dem Gold Rückenwind verleihen. 
  • Die Zentralbank Chinas hat die Goldkäufe im Juli auf den neunten Monat in Folge ausgeweitet. 

Der Goldpreis (XAU/USD) zieht am Montag in der frühen asiatischen Sitzung einige Verkäufer in der Nähe von 3.390 USD an. Das Edelmetall driftet aufgrund einer moderaten Erholung des US-Dollars (USD) nach unten. Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des US-Inflationsberichts vor, der für Dienstag erwartet wird. 

Ein festerer Greenback und ein breiterer Risiko-Appetit belasten den in USD denominierten Rohstoffpreis und begrenzen den Preis unterhalb der wichtigen psychologischen Barriere von 3.400 USD. Dennoch könnten steigende Wetten auf eine Zinssenkung im September durch die US-Notenbank (Fed) dem renditeschwachen gelben Metall etwas Unterstützung bieten. 

Fed-Gouverneurin Michelle Bowman sagte am Samstag, dass die jüngsten schwachen Arbeitsmarktdaten ihre Bedenken hinsichtlich der Fragilität des Arbeitsmarktes unterstreichen und ihr Vertrauen in ihre Prognose stärken, dass drei Zinssenkungen im Jahr 2025 wahrscheinlich angemessen sein werden. Händler preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von fast 89 % für eine Zinssenkung der Fed im September ein, wobei bis Ende des Jahres mindestens zwei Zinssenkungen eingepreist sind.

Darüber hinaus hat die People's Bank of China (PBoC) im Juli Gold zu ihren Reserven hinzugefügt, was den neunten Monat in Folge darstellt, wie offizielle Daten am Donnerstag zeigten. Diese Schlagzeile könnte zum Aufwärtstrend des Edelmetalls beitragen. "Die fortgesetzten Käufe einer der größten Zentralbanken der Welt signalisieren eine starke zugrunde liegende Nachfrage nach Gold," sagte Zain Vawda, Analyst bei MarketPulse von OANDA.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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