Gold hat nach der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank zugelegt. Die Strategen von TD Securities führen dies darauf zurück, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) die Leitzinsen unverändert ließ und Fed-Chef Warsh signalisiert habe, einen vorübergehenden Inflationsschub zu tolerieren. An der grundsätzlichen Einschätzung ändere sich dadurch jedoch wenig. Zwar hätten sich die Erwartungen für die nächste Zinserhöhung von September auf Dezember verschoben, dies verändere den Ausblick für das Edelmetall aber nicht wesentlich.
Hohe Hürde für Eindeckungen bei Gold
„Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hat die Leitzinsen unverändert gelassen. Ausschlaggebend für den Anstieg des Goldpreises war jedoch die Bereitschaft von Fed-Chef Warsh, einen Inflationsschub vorübergehend hinzunehmen und sich von einer strikt datenabhängigen Geldpolitik zu lösen.“
„Die Erwartungen des Marktes hinsichtlich einer Zinserhöhung haben sich inzwischen vom September auf den Dezember verschoben. Dass Zinsschritte um einige Monate nach hinten rücken, verändert den grundlegenden Ausblick für das gelbe Edelmetall jedoch kaum.“
„Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Erwartungen des Marktes an weitere Zinserhöhungen das Aufwärtspotenzial bei den Edelmetallen begrenzen werden.“
„Unsere Preissimulationen zeigen ein asymmetrisches Aufwärtspotenzial. Kurse im Bereich von 4.300 US-Dollar je Unze dürften zu einem deutlichen Aufbau von Netto-Long-Positionen führen. Wir erwarten jedoch, dass der Goldpreis diese Niveaus, die in den CTA-Szenarien erforderlich wären, nicht erreichen wird.“
„Für Commodity Trading Advisors bleibt die Hürde für Eindeckungen auf der Short-Seite hoch. Erst ein Anstieg über die Marke von 4.200 US-Dollar je Unze dürfte überhaupt zu einer sehr begrenzten Schließung von Short-Positionen führen.“
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