- Gold zieht am Montag angesichts nachlassender Wetten auf eine Fed-Zinserhöhung im Oktober und sinkender Anleiherenditen einige Käufer an.
- Händler sehen weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von rund 90% für eine Fed-Zinserhöhung im Dezember, was das Edelmetall begrenzt.
- Geopolitische Spannungen verleihen dem sicheren Hafen USD Unterstützung, was den Rohstoff zusätzlich deckelt.
Gold (XAU/USD) hält sich am Montag im asiatischen Handel mit moderaten intraday-Gewinnen, wenngleich es an bullischer Überzeugung fehlt und es in einer vertrauten Spanne unter 4.200 USD bleibt. Die Zurückhaltung von Kevin Warsh, dem Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), neue Hinweise zu weiteren geldpolitischen Schritten zu geben, zwang Anleger dazu, die Möglichkeit einer geldpolitischen Straffung noch in diesem Monat aus den Preisen herauszunehmen. Zudem wirkt der jüngste deutliche Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen von Mehrjahreshöchstständen, der den US-Dollar (USD) auf ein Zwei-Wochen-Tief drückte, als Rückenwind für das Edelmetall.
Fed-Blackout steht bevor, da Warshs Schweigen die Chancen auf eine Zinserhöhung im Oktober schmälert
Die Strategen der Deutschen Bank weisen darauf hin, dass die Fed kurz vor Beginn ihrer Blackout-Phase vor der Sitzung am 27. bis 28. Oktober steht und Kevin Warsh es vermied, den Markterwartungen zu den Zinsen entgegenzutreten, wobei er betonte, dass er Sitzungen nicht "vorwegnehme", selbst nach den in dieser Woche heißeren Inflationsdaten. Laut der Bank werteten die Märkte das Ausbleiben eines hawkishen Tons als positive Überraschung, wobei die "Preisbildung für eine Zinserhöhung im Oktober während seiner Ausführungen auf rund 15% von etwa 30% gefallen ist," während die "Futures auf den S&P und den Nasdaq beide um +0,15% höher liegen, nachdem sie vor seinen Ausführungen den Großteil der Sitzung über negativ waren," und die "Stoxx-Futures um +0,68% höher liegen."
Unterdessen haben die heißer als erwarteten US-Inflationsberichte der vergangenen Woche die Marktwetten auf eine baldige Zinserhöhung der Fed verstärkt. Laut dem FedWatch Tool der CME Group preisen Händler eine Wahrscheinlichkeit von über 90% ein, dass die US-Notenbank die Kreditkosten im Dezember anheben wird. Darüber hinaus stützen durch Energie getriebene Inflationssorgen die Aussichten auf eine weitere geldpolitische Straffung durch die Fed. Tatsächlich stiegen die Rohölpreise am Freitag auf ein fast einmonatiges Hoch, da die eskalierenden Feindseligkeiten im Nahen Osten und in Osteuropa die Angebotsrisiken erhöht hielten.
Am Wochenende wurden zudem drei Tanker in der Straße von Hormus beschädigt, während die Marine der IRGC im Iran darauf beharrte, dass die Wasserstraße geschlossen bleibe und Schiffe nur mit ihrer Genehmigung passieren könnten. In Europa lösten ukrainische Angriffe am Sonntag Brände an einem Ölexportterminal und einem Lagerdepot in St. Petersburg aus, nachdem Kiew mehr als 1.000 Drohnen gegen Russland in einem der größten Luftangriffe des Krieges eingesetzt hatte. Zudem zeigen die Zusammenstöße zwischen Saudi-Arabien und der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellengruppe im Jemen kaum Anzeichen eines Abebbens.
Hinzu kommt, dass ein Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Mohsen Rezaei, warnte, Teheran habe einen neuen Vergeltungsplan für jeden erneuten US-israelischen Angriff vorbereitet. Dies hält die geopolitische Risikoprämie fest im Spiel, wirkt als Rückenwind für die Rohölpreise und dämpft den Verkaufsdruck rund um den sicheren Hafen Greenback. Dies deckelt weitere Aufwärtsbewegungen beim Gold und macht es ratsam, auf starke Anschlusskäufe zu warten, bevor man sich für weitere Gewinne positioniert.
XAU/USD 4-Stunden-Chart
Technische Analyse
Die preisliche Entwicklung innerhalb einer Handelsspanne könnte vor dem Hintergrund eines Rückgangs aus dem Umfeld von 4.700 USD, das im August erreicht wurde, als bärische Konsolidierungsphase eingestuft werden. Darüber hinaus bleibt das Paar XAU/USD deutlich unter dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart, was darauf hindeutet, dass die jüngsten Gewinne weiterhin innerhalb einer breiteren Korrekturphase und nicht innerhalb eines bestätigten Aufwärtstrends verlaufen.
Unterdessen tendiert der Relative Strength Index (14) bei 55,1 leicht zur bullischen Seite, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt über der Nulllinie mit einem positiven, wenn auch leicht nachlassenden Profil. Dennoch ist ein Verbleib über der Marke von 4.200 USD und ein Ausbruch über die Handelsspannen-Barriere im Bereich von 4.215-4.220 USD erforderlich, um den vorherrschenden Abwärtsdruck zu verringern und den Weg für einen konstruktiveren mittelfristigen Ausblick zu öffnen.
Auf der Abwärtsseite könnte der Bereich von 4.150-4.145 USD unmittelbare Unterstützung bieten, vor der runden Marke von 4.100 USD und dem Zwischentief der letzten Woche im Bereich von 4.075-4.065 USD. Ein überzeugender Durchbruch darunter würde Gold anfällig dafür machen, das Jahrestief (YTD) nahe der Zone von 3.957 USD, das im Juli erreicht wurde, herauszufordern.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
US-Dollar - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Euro.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.15% | -0.00% | 0.08% | -0.17% | -0.38% | -0.08% | 0.04% | |
| EUR | -0.15% | -0.15% | -0.04% | -0.29% | -0.54% | -0.24% | -0.10% | |
| GBP | 0.00% | 0.15% | 0.11% | -0.18% | -0.40% | -0.08% | 0.05% | |
| JPY | -0.08% | 0.04% | -0.11% | -0.22% | -0.53% | -0.14% | 0.00% | |
| CAD | 0.17% | 0.29% | 0.18% | 0.22% | -0.19% | 0.08% | 0.23% | |
| AUD | 0.38% | 0.54% | 0.40% | 0.53% | 0.19% | 0.30% | 0.43% | |
| NZD | 0.08% | 0.24% | 0.08% | 0.14% | -0.08% | -0.30% | 0.14% | |
| CHF | -0.04% | 0.10% | -0.05% | -0.00% | -0.23% | -0.43% | -0.14% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
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Cardano (ADA) wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Montag über 0,2200 USD gehandelt und hält sich nach einem Rückgang von 12% in der Vorwoche stabil. Der Altcoin verliert das Interesse der Privatanleger, da der Nominalwert der offenen ADA-Futures-Positionen sinkt. Der technische Ausblick für ADA deutet nach dem bärischen Ausbruch unter eine kurzfristige Unterstützungstrendlinie in der vergangenen Woche auf eine Abwärtsneigung hin.
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Der US-Dollar setzt seine Schwäche am Freitag fort, nachdem er am Donnerstag gegenüber seinen wichtigsten Rivalen Verluste verzeichnet hatte. Während der europäischen Handelsstunden wird Eurostat Revisionen zu den Daten des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für September veröffentlichen. Im weiteren Tagesverlauf wird der US-Wirtschaftskalender Zahlen zum Importpreisindex und Exportpreisindex sowie Daten zur Industrieproduktion für September liefern.