- Gold bleibt zum zweiten Tag in Folge unter Druck, da die Unsicherheit über die US-Iran-Friedensgespräche den USD stützt.
- Die Konfrontation in der Straße von Hormus hält die geopolitischen Risiken präsent und verleiht dem sicheren Hafen US-Dollar zusätzlichen Rückhalt.
- Wetten auf mindestens eine Zinssenkung der Fed im Jahr 2026 könnten den USD vor der geldpolitischen Sitzung des FOMC begrenzen.
Gold (XAU/USD) behält in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung seinen angebotenen Ton bei und handelt derzeit um die 4.630-Dollar-Marke, ein am Dienstag zuvor erreichtes Drei-Wochen-Tief. Der US-Dollar (USD) gewinnt angesichts der Unsicherheit über die zweite Runde der US-Iran-Friedensgespräche etwas an positiver Dynamik und erweist sich als wichtiger Faktor, der Druck auf das Edelmetall ausübt. Erwartungen an eine weniger hawkische US-Notenbank (Fed) könnten jedoch dem nicht verzinslichen Gold Unterstützung bieten und weitere Verluste vor dem wichtigen Ereignisrisiko der Zentralbank begrenzen.
Die Hoffnungen auf diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs schwanden, nachdem US-Präsident Donald Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff und den geplanten Besuch von Jared Kushner in Pakistan abgesagt hatte. Unterdessen legte Iran den USA einen neuen Vorschlag vor, der die Diskussion über das Nuklearprogramm des Landes bis zum Ende des Krieges und der Beilegung von Streitigkeiten über den Schiffsverkehr im Golf aussetzt. Trump ist Berichten zufolge jedoch mit dem Vorschlag unzufrieden, da er die Nuklearfragen nicht ausreichend adressiert. Dies, zusammen mit der Konfrontation in der Straße von Hormus, hält die geopolitischen Risiken aufrecht und stützt den Status des USD als Reservewährung, was den Goldpreis belastet.
Das Aufwärtspotenzial des USD scheint jedoch durch eine Neubewertung einer möglichen Zinssenkung der US-Zentralbank begrenzt zu sein. Laut dem FedWatch Tool der CME Group sehen Händler eine etwa 35%ige Wahrscheinlichkeit, dass die US-Zentralbank die Kreditkosten bis Ende dieses Jahres senken wird. Dies könnte die USD-Bullen davon abhalten, aggressive Wetten zu platzieren, und das Abwärtspotenzial für Gold vor der entscheidenden zweitägigen FOMC-Sitzung, die an diesem Dienstag beginnt, begrenzen. Der Fokus wird jedoch auf der Pressekonferenz nach der Sitzung liegen, bei der die Äußerungen des scheidenden Fed-Vorsitzenden Jerome Powell auf Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik genau analysiert werden.
Abgesehen davon werden neue Entwicklungen in der Nahost-Krise eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der USD-Preisdynamik spielen und dem Goldpreis einen bedeutenden Impuls verleihen. Der oben genannte fundamentale Hintergrund scheint jedoch zugunsten der XAU/USD-Bären geneigt zu sein und unterstützt die Annahme eines möglichen Ausbruchs aus einer kurzfristigen Handelsspanne, die seit Anfang dieses Monats besteht.
XAU/USD 4-Stunden-Chart
Goldbären haben die Oberhand, solange es unter dem 200-SMA im H4 bleibt
Vor dem Hintergrund jüngster Fehlschläge, sich über dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart zu etablieren, könnte ein überzeugender Bruch unter die Unterstützung der Handelsspanne nahe dem Bereich von 4.655 USD als frischer Auslöser für die XAU/USD-Bären gewertet werden. Zudem pendelt der Relative Strength Index (RSI) knapp unter der Mittellinie bei etwa 41, während das Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Histogramm negativ ist und die MACD-Linie unter ihrer Signallinie liegt. Dies deutet darauf hin, dass das Abwärtsmomentum weiterhin vorhanden ist, wenn auch nicht aggressiv.
Zwischenzeitlich ist der erste Widerstand durch den 200-Perioden-SMA bei 4.723,13 USD definiert, und die Bullen müssten diese Barriere zurückerobern und halten, um den aktuellen Druck zu mildern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung zu ebnen. Darüber hinaus werden Händler wahrscheinlich nach neuen Bodenbildungsformationen oder einer Aufwärtswende bei RSI und MACD Ausschau halten, bevor sie mit einem dauerhaften Boden rechnen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.
Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.
Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.
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