• Der Goldpreis fällt am Dienstag im frühen asiatischen Handel auf rund 3.995 USD. 
  • Trump setzte die Blockade iranischer Häfen wieder in Kraft und kündigte eine 20%ige Gebühr auf Fracht an, die durch Hormus transportiert wird. 
  • Der US-VPI-Inflationsbericht für Juni wird am Dienstag im weiteren Verlauf im Mittelpunkt stehen. 

Der Goldpreis (XAU/USD) bleibt am Dienstag im frühen asiatischen Handel nahe 3.995 USD unter Verkaufsdruck. Das Edelmetall setzt seinen Abwärtstrend fort, da erneute Spannungen zwischen den USA und Iran den Inflationsdruck hoch halten. Händler warten auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Juni und die Aussage des Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, im weiteren Verlauf des Tages. 

Bloomberg berichtete am Montag, dass US-Präsident Donald Trump die Blockade iranischer Schiffe im Persischen Golf wieder eingesetzt und eine 20%ige Rückerstattung auf alle anderen Frachtgüter gefordert hat, die durch die Wasserstraße transportiert werden. Trump fügte hinzu, dass die USA die Angriffe auf den Iran fortsetzen würden und sagte: „Wir werden sie heute Abend sehr hart treffen, und wir werden sie morgen hart treffen.“

Die Wiedereinsetzung der Blockade iranischer Häfen könnte Teheran dazu veranlassen, Angriffe auf Schiffe zu verstärken, die den Persischen Golf passieren wollen. Dies könnte wiederum inflationsgetriebene Energiebedenken auslösen und die Fed zwingen, ihre Haltung „höher für länger“ bei den Zinssätzen beizubehalten. Es ist erwähnenswert, dass Gold oft in Zeiten geopolitischer Unsicherheit genutzt wird, aber keine Zinsen abwirft, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht. 

Die US-VPI-Inflationsdaten werden später am Tag im Fokus stehen. Analysten erwarten, dass der Gesamt-VPI im Juni um 0,1 % im Monatsvergleich sinkt, während der Kern-VPI im gleichen Zeitraum voraussichtlich um 0,3 % steigen wird. Bei einem schwächer als erwarteten Ergebnis könnte dies den US-Dollar (USD) belasten und den auf USD lautenden Rohstoffpreis kurzfristig unterstützen. 

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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Safe-Haven-Ströme dominieren zu Beginn der neuen Woche das Geschehen an den Finanzmärkten, da sich die Spannungen im Nahen Osten weiter verschärfen. Der Wirtschaftskalender wird am Montag keine hochrangigen makroökonomischen Datenveröffentlichungen enthalten. Während der asiatischen Handelszeiten am Dienstag werden die Handelsbilanzdaten aus China von den Marktteilnehmern genau beobachtet, im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Inflationsberichts für Juni aus den USA und der Anhörung von Federal Reserve Chairman Kevin Warsh vor dem US House Financial Services Committee.

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