Das US-Biotechunternehmen Gilead Sciences geht eine exklusive Partnerschaft mit Kymera Therapeutics ein, um gemeinsam neuartige Wirkstoffe gegen Krebs zu entwickeln. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht ein innovatives Forschungsprogramm, das sogenannte „molecular glue degraders“ (MGDs) gegen das Protein CDK2 ins Visier nimmt – ein entscheidender Treiber bei der Entstehung bestimmter Tumore, darunter Brustkrebs und andere solide Tumorarten.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Medikamenten, die die Aktivität von Zielproteinen lediglich hemmen, verfolgen MGDs einen anderen Ansatz: Sie fördern gezielt den Abbau krankheitsrelevanter Proteine in der Zelle. Das könnte präzisere und wirksamere Therapien mit weniger Nebenwirkungen ermöglichen – insbesondere bei Krebsarten, bei denen CDK2 eine zentrale Rolle spielt.

Kymera erhält im Rahmen des Abkommens bis zu 750 Millionen US-Dollar. Dazu gehören eine Vorauszahlung sowie mögliche Optionen in Höhe von bis zu 85 Millionen US-Dollar. Sollte Gilead von seinem exklusiven Lizenzrecht Gebrauch machen, übernimmt der Konzern weltweit die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung der daraus entstehenden Produkte. Kymera bleibt bis dahin für die präklinische Forschung verantwortlich.

Langfristig könnte die Kooperation Gileads Pipeline in der Onkologie stärken – kurzfristig schlägt sich der Deal allerdings mit einem leichten negativen Effekt von rund zwei bis drei US-Cent pro Aktie auf den Gewinn 2025 nieder.

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