Die Aktien des Verpackungsspezialisten Gerresheimer sind am Montag an der Börse in Frankfurt um rund 20 Prozent eingebrochen. Auslöser war eine deutliche Korrektur der Prognosen für das laufende Geschäftsjahr und das erste Halbjahr 2025. Zudem kappte das Unternehmen seine Dividendenausschüttung drastisch.

Gerresheimer, ein Hersteller von Verpackungslösungen für Medikamente und medizinische Anwendungen, begründete die Entscheidung mit einer anhaltend schwachen Nachfrage. Besonders betroffen seien der Markt für Kosmetikprodukte sowie der Bereich flüssiger oraler Arzneien. Das Unternehmen wertet diesen Nachfragerückgang jedoch als vorübergehend.

Im Zuge der reduzierten Erwartungen kündigte der Vorstand an, auf der Hauptversammlung am 5. Juni eine deutlich niedrigere Dividende vorzuschlagen. Statt der ursprünglich geplanten 1,25 Euro je Aktie sollen Aktionärinnen und Aktionäre nur noch 0,04 Euro erhalten – das gesetzliche Minimum von vier Prozent des Grundkapitals. Damit wolle man die finanzielle Flexibilität des Unternehmens sichern, so die Mitteilung.

Der Aufsichtsrat wird sich kurzfristig mit der geänderten Dividendenvorlage befassen.

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