• GBP/USD gewinnt zum zweiten Mal in Folge an positiver Dynamik, doch es fehlt der Durchbruch.
  • Der USD legt angesichts einiger Umschichtungen im Vorfeld der US NFP leicht zu und begrenzt die Spotpreise.
  • Das bullische technische Setup deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands weiterhin nach oben führt.

Das Währungspaar GBP/USD zieht zum zweiten Mal in Folge einige Käufer an, doch es fehlt der Durchbruch, und es bleibt im frühen europäischen Handel am Freitag nahe der Mitte der 1,3500er-Region gedeckelt. Die Spotpreise scheinen die Erholung vom am Mittwoch erreichten fast dreiwöchigen Tief vorerst gestoppt zu haben, da Händler gespannt auf die Veröffentlichung der US Nonfarm Payrolls (NFP) warten.

Die vielbeachteten monatlichen US-Arbeitsmarktdaten werden auf weitere Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) geprüft werden, was wiederum den US-Dollar (USD) antreiben und dem Währungspaar GBP/USD neuen Auftrieb verleihen dürfte. Im Vorfeld des wichtigen Datenrisikos hilft etwas Umschichtungshandel dem Greenback, einen Teil der starken Verluste des Vortages auf ein mehr als einwöchiges Tief wettzumachen, und wirkt als Gegenwind für das Währungspaar.

Abgesehen davon erweisen sich anhaltende geopolitische Unsicherheiten angesichts erneuter US-Iran-Feindseligkeiten und Zusammenstößen in der Straße von Hormus als ein weiterer Faktor, der den sicheren Hafen USD stützt. Allerdings halten reduzierte Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed im September zusammen mit schwachen US-Anleiherenditen die USD-Bullen davon ab, aggressive Wetten einzugehen, und könnten dem Währungspaar GBP/USD als Rückenwind dienen, weshalb vor Positionierungen auf eine nennenswerte Abwärtsbewegung Vorsicht geboten ist.

Aus technischer Sicht behält das Währungspaar GBP/USD oberhalb des 200-Perioden-Simple-Moving-Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart und des 38,2%-Fibonacci-Retracements der Juli-August-Rallye eine leicht bullische Tendenz bei. Zudem sind die Momentum-Indikatoren konstruktiv, wobei der Relative Strength Index knapp über der neutralen 50-Marke verharrt und die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie im positiven Bereich oberhalb der Signallinie liegt.

Dies deutet darauf hin, dass sich der Aufwärtsdruck allmählich aufbaut, da das 38,2%-Fibo. bei 1,3525 zur nahen Unterstützung wird. Darauf folgen der 200-Perioden-SMA um 1,3490 und das 50,0%-Retracement nahe 1,3476, mit tieferen Pufferzonen bei den 61,8%- und 78,6%-Niveaus bei 1,3428 bzw. 1,3359. Auf der Oberseite ergibt sich der unmittelbare Widerstand beim 23,6%-Fibo. bei 1,3584, vor einer bedeutenderen Hürde im Bereich des vorherigen Swing-Hochs um 1,3681.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

GBP/USD 4-Stunden-Chart

Chart Analysis GBP/USD

Nonfarm Payrolls - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.

Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.

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