- GBP/JPY wird am frühen Dienstag im europäischen Handel im positiven Bereich um 199,20 gehandelt.
- Japans Akazawa sagte, er habe ein Telefonat mit dem US-Handelsminister Lutnick geführt.
- Sorgen über fiskalische Risiken im Vereinigten Königreich könnten den Aufwärtstrend des GBP begrenzen.
Das Währungspaar GBP/JPY gewinnt am frühen Dienstag in der europäischen Sitzung an Dynamik und nähert sich der Marke von 199,20. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem Pfund Sterling (GBP) aufgrund von Handelsproblemen, nachdem US-Präsident Donald Trump bekräftigt hat, dass er plant, 25% Zölle auf Waren aus Japan zu erheben.
Trump sagte am späten Montag, dass er plant, 25% Zölle auf Waren aus Japan im neuesten Entwicklungsschritt seines chaotischen Handelskriegs zu erheben. Japans oberster Handelsverhandler, Ryosei Akazawa, sagte am Dienstag, dass er 40 Minuten lang ein Telefonat mit dem US-Handelsminister Howard Lutnick geführt habe und fügte hinzu, dass er sich bereit erklärt habe, aktiv an Handelsverhandlungen teilzunehmen.
Japanische Beamte verteidigten jedoch weiterhin, was verteidigt werden musste. Akazawa erklärte weiter, dass der Automobilsektor das Herzstück der japanischen Wirtschaft sei und eine 25%ige Zollbelastung auf Automobile nicht toleriert werden könne, da die Autoersatzteile den japanischen Unternehmen enorme Verluste zufügen. Die Zollunsicherheit dürfte den japanischen Yen untergraben und kurzfristig Rückenwind für das Währungspaar schaffen.
Andererseits könnte die frische Eskalation der fiskalischen Risiken im Vereinigten Königreich den Aufwärtstrend des Pfund Sterling begrenzen. In der vergangenen Woche hat die britische Finanzministerin Rachel Reeves ihre eigenen fiskalischen Regeln verletzt, indem sie den Standardbetrag für das Universal Credit erhöht hat, was voraussichtlich die finanzielle Belastung bis zum Haushaltsjahr 2029-2030 um 4,8 Milliarden Pfund erhöhen wird. Laut einer Analyse von Barclays müsste die britische Regierung wahrscheinlich die Steuern im Herbsthaushalt erhöhen, um den steigenden haushaltspolitischen Bedenken Rechnung zu tragen.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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