Die Energiestrategen der Rabobank, Joe DeLaura und Florence Schmit, haben ihre Prognosen für den europäischen Erdgaspreis TTF angesichts nachlassender Versorgungsrisiken nach der Wiederöffnung der Straße von Hormus gesenkt. Sie erwarten nun einen TTF-Preis von 47 Euro je Megawattstunde im dritten Quartal und 50 Euro im vierten Quartal. Für 2027 rechnen sie mit einem Preis von 42 Euro je Megawattstunde. Zugleich warnen sie jedoch, dass ein angespannter Wintermarkt, eine stärkere LNG-Nachfrage aus Asien sowie ungelöste geopolitische Risiken weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial für die Preise bergen.
TTF gibt nach, Winterversorgung bleibt angespannt
„Wir senken unsere Prognose für den TTF-Gaspreis im dritten Quartal auf 47 Euro je Megawattstunde von zuvor 60 Euro und im vierten Quartal auf 50 Euro von unserer bisherigen Prognose von 69 Euro je Megawattstunde. Für 2027 erwarten wir nun einen Preis von 42 Euro je Megawattstunde.“
„Die ähnliche Entspannung bei den Versorgungsrisiken veranlasst uns, unsere Prognose für den TTF-Gaspreis auf 47 Euro je Megawattstunde im dritten Quartal und auf 50 Euro im vierten Quartal zu senken. Dies spiegelt einen zunächst niedrigeren Preisverlauf wider, da sich die LNG-Lieferströme nur langsam erholen.“
„Gleichzeitig löst die rückläufige Preisentwicklung nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung bereits eine Reaktion auf der Nachfrageseite aus.“
„Vor diesem Hintergrund steht Europa bei der Versorgung im Winter weiterhin vor zunehmenden Herausforderungen.“
„Wir passen unsere Prognose für den TTF-Gaspreis in diesem Winter auf 49 bis 50 Euro je Megawattstunde an, weisen jedoch darauf hin, dass erhebliche Aufwärtsrisiken bestehen bleiben, die mit einer möglichen Verschlechterung der Gespräche zwischen den USA und dem Iran verbunden sind.“
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