Angetrieben von den positiven makroökonomischen Daten aus den USA stieg der US Dollar Index (DXY) am Donnerstag auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten bei etwa 110,00. Da sich die Anleger im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts für August zurückhalten, konsolidiert der DXY seine Gewinne bei 109,50. Die vorsichtige Marktstimmung spiegelt sich in den US-Aktienindexfutures wider, die im frühen europäischen Handel uneinheitlich gehandelt werden, und die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen bleibt im negativen Bereich unter 3,25%.
Das US-Arbeitsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche auf 232K zurückgegangen sind, während der Markt mit 248K gerechnet hatte. Der ISM EMI für das verarbeitende Gewerbe zeigte zudem, dass die Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe im August weiterhin in einem gesunden Tempo expandierte. Noch wichtiger ist, dass die Beschäftigungskomponente im August von 49,9 im Juli auf 54,2 gestiegen ist, was den Optimismus für einen positiven Arbeitsmarktbericht am Freitag wiederbelebt.
Es wird erwartet, dass das US Bureau of Labor Statistics für August einen Anstieg der Nonfarm Payrolls (NFP) um 300.000 melden wird, nachdem im Juli ein beeindruckendes Wachstum von 528.000 verzeichnet wurde. Die jährliche Lohninflation wird voraussichtlich auf 5,3% ansteigen, während die Erwerbsquote unverändert bei 62,1% bleibt.
EUR/USD kam am Donnerstag bis auf 0,9900 heran, konnte sich aber am frühen Freitag wieder erholen. Das Paar wurde zuletzt im positiven Bereich knapp unter der Parität gehandelt.
GBP/USD erreichte am Donnerstag mit 1,1500 den schwächsten Stand seit über zwei Jahren, bevor es sich am frühen Freitag über 1,1550 behaupten konnte.
Gold fiel am Donnerstag zum ersten Mal seit Ende Juli unter die Marke von $1.700, stieg aber am Freitag im Laufe des Vormittags in Europa wieder über diese Marke.
Begünstigt durch steigende US-Renditen und die allgemeine Dollar-Stärke, erreichte USD/JPY den höchsten Stand seit 24 Jahren über 140,00. Der japanische Finanzminister Shunichi Suzuki sagte am Freitag, dass er nicht jede tägliche Bewegung an den Devisenmärkten kommentieren werde, bekräftigte aber, dass man gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen werde.
Bitcoin bleibt am letzten Handelstag der Woche relativ ruhig und bewegt sich in einem engen Kanal knapp über $20.000 auf und ab. Ethereum schloss den zweiten Tag in Folge im positiven Bereich und wurde zuletzt mit leichten Tagesgewinnen bei rund $1.600 gesehen.
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