Die Commerzbank verweist auf die anhaltend starke Dynamik der südkoreanischen Exporte, die vor allem von der Halbleiter- und der Erdölindustrie getragen wird. Der südkoreanische Won (KRW) zählt gegenüber dem US-Dollar jedoch weiterhin zu den schwächsten Währungen Asiens. Die Bank of Korea (BoK) dürfte ihren Leitzins im Juli um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent anheben, nachdem die Notenbank angesichts wachsender Risiken für Finanzstabilität und Inflation einen restriktiveren Ton angeschlagen hat.

Won bleibt trotz starker Exporte unter Druck

„In der Geldpolitik wird erwartet, dass die Bank of Korea (BoK) auf ihrer nächsten Sitzung am 16. Juli den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent anhebt.“

„Die BoK hat in den vergangenen Wochen einen deutlich restriktiveren Ton angeschlagen. BoK-Gouverneur Shin Hyun-song erklärte, die Notenbank müsse die Zinsen anheben, ‚bevor es zu spät ist‘. Aus den Sitzungsprotokollen der BoK geht zudem hervor, dass der Handlungsdruck für eine Straffung der Geldpolitik zunimmt, da die Risiken für die Finanzstabilität durch die Finanz- und Immobilienmärkte steigen.“

„Darüber hinaus vertraten mehrere Mitglieder die Auffassung, dass die Inflationsrisiken inzwischen die Wachstumsrisiken übersteigen. Sie verwiesen darauf, dass der starke Halbleitersektor die Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten ausgeglichen habe.“

„Am Devisenmarkt stieg USD/KRW gestern um 0,4 Prozent auf 1.537, getrieben von einem stärkeren US-Dollar. Der Won ist in diesem Jahr die zweitschwächste Währung Asiens. Gegenüber dem US-Dollar verlor er 6,4 Prozent, während der Durchschnitt der asiatischen Währungen ohne Japan bei minus 2,9 Prozent liegt.“

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