- EUR/CAD steigt, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar nach einem Rückgang der Rohölpreise infolge erfolgreicher US-Iran-Gespräche schwächer wird.
- Katar und Pakistan einigten sich laut einer gemeinsamen Erklärung auf einen 60-Tage-Fahrplan zur Sicherung eines endgültigen Friedensabkommens.
- Händler warten gespannt auf die mit Spannung erwartete Rede von EZB-Präsidentin Lagarde am Montag, um mögliche Hinweise zur Geldpolitik zu erhalten.
EUR/CAD setzt seine Gewinne am zweiten aufeinanderfolgenden Tag fort und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Montag bei rund 1,6260. Das Währungspaar gewinnt an Wert, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) angesichts niedrigerer Ölpreise an Boden verliert, da Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.
Der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um fast 2 % und liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 75,00 USD pro Barrel. Die Rohölpreise gaben nach dem erfolgreichen Abschluss der US-Iran-Gespräche in der Schweiz nach und beruhigten damit die globalen Marktängste hinsichtlich eines möglichen Angebotsengpasses. Ein wesentlicher Treiber dieser Markterleichterung war die Ankündigung Teherans, dass es erfolgreich wichtige Ausnahmeregelungen für seine Öl- und Petrochemieexporte gesichert habe.
Ergänzend zu dem diplomatischen Durchbruch veröffentlichten die Vermittler Katar und Pakistan eine gemeinsame Erklärung aus der Schweiz, in der bestätigt wird, dass beide Nationen einem formellen, strukturierten Fahrplan zugestimmt haben, der darauf abzielt, innerhalb der nächsten 60 Tage ein endgültiges Friedensabkommen zu sichern.
Weitere Details zu den Verhandlungen lieferte der iranische Außenminister Abbas Araqchi, der bestätigte, dass der diplomatische Fortschritt mehrere bedeutende Zugeständnisse für sein Land gebracht habe. Neben den wichtigen Ausnahmeregelungen für Öl- und Petrochemieexporte umfassen die vereinbarten Bedingungen die Freigabe eines Teils der eingefrorenen Finanzmittel Irans sowie den offiziellen Start eines umfassenden Programms für den inländischen Wiederaufbau und die Entwicklung.
Auf makroökonomischer Ebene deutete der EZB-Politiker und Leiter der Belgischen Zentralbank, Pierre Wunsch, am Freitag an, dass die Zentralbank möglicherweise bereits im nächsten Monat eine weitere Zinserhöhung vornehmen könnte. Diese potenzielle geldpolitische Straffung hängt davon ab, ob die EZB weitere Anzeichen für eine Ausweitung der Inflation in der Eurozone über den Energiesektor hinaus auf die Gesamtwirtschaft beobachtet. Die Marktteilnehmer verfolgen nun aufmerksam EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die im Laufe des Tages eine mit Spannung erwartete Rede halten soll.
Euro - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Kanadischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.15% | 0.24% | 0.23% | 0.25% | 0.13% | 0.18% | 0.11% | |
| EUR | -0.15% | 0.09% | 0.07% | 0.09% | 0.03% | 0.06% | -0.03% | |
| GBP | -0.24% | -0.09% | -0.02% | -0.00% | -0.07% | -0.03% | -0.11% | |
| JPY | -0.23% | -0.07% | 0.02% | 0.02% | -0.09% | -0.05% | -0.10% | |
| CAD | -0.25% | -0.09% | 0.00% | -0.02% | -0.12% | -0.09% | -0.12% | |
| AUD | -0.13% | -0.03% | 0.07% | 0.09% | 0.12% | 0.06% | -0.02% | |
| NZD | -0.18% | -0.06% | 0.03% | 0.05% | 0.09% | -0.06% | -0.06% | |
| CHF | -0.11% | 0.03% | 0.11% | 0.10% | 0.12% | 0.02% | 0.06% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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Das sollten Sie am Montag, den 22. Juni, im Blick behalten:
Die Anleger halten sich zu Beginn der Woche vorsichtig, während sie die neuesten Schlagzeilen aus dem Nahen Osten bewerten. In der zweiten Tageshälfte werden die Mai-Verbraucherpreisindexdaten aus Kanada von den Marktteilnehmern genau beobachtet. Außerdem werden mehrere Entscheidungsträger großer Zentralbanken Reden halten.