- EUR/USD fällt auf fast 1,1444 aufgrund der anhaltenden Outperformance des US-Dollars.
- Es wird erwartet, dass die Fed in diesem Jahr mindestens zwei Zinserhöhungen vornimmt.
- Anleger erwarten die vorläufigen Eurozonen-US-Flash-PMI-Daten für Juni und die US-PCE-Inflationsdaten für Mai.
Der Euro (EUR) handelt während der europäischen Handelssitzung am Montag rund 0,23% schwächer gegenüber dem US-Dollar (USD) bei etwa 1,1444. Das Paar EUR/USD steht unter Verkaufsdruck, da der US-Dollar (USD) angesichts verstärkter Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr mindestens zwei Zinserhöhungen vornehmen wird, weiterhin outperformt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, um 0,25% höher bei fast 101,00.
Die hawkischen Fed-Wetten haben sich nach der geldpolitischen Bekanntgabe am Mittwoch weiter erhöht, bei der neun von 19 Entscheidungsträgern die Notwendigkeit von Zinserhöhungen in diesem Jahr unterstützten. Dies ist eine deutliche Kehrtwende, da im März-Politikmeeting kein Mitglied des Federal Open Market Committee (FOMC) die Notwendigkeit einer Straffung der Geldpolitik in diesem Jahr sah.
Der Dot Plot der Fed, der zeigt, wohin die Entscheidungsträger die Zinssätze kurzfristig bis langfristig sehen, zeigte, dass der Federal Fund Rate bis zum Jahresende auf 3,6% steigen wird, gegenüber zuvor erwarteten 3,1%.
Laut dem CME FedWatch Tool liegen die Chancen, dass die Fed in diesem Jahr mindestens zwei Zinserhöhungen vornimmt, bei 58,5%, was eine deutliche Beschleunigung gegenüber 17,1% vor einer Woche darstellt.
Für weitere Hinweise zum US-Zinsausblick werden sich die Anleger auf die Daten zum Personal Consumption Expenditure Price Index (PCE) für Mai konzentrieren, die am Donnerstag veröffentlicht werden.
In der Eurozone erwarten die Anleger die vorläufigen HCOB Composite Purchasing Managers’ Index (PMI)-Daten für Juni, die am Dienstag veröffentlicht werden.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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Das sollten Sie am Montag, den 22. Juni, im Blick behalten:
Die Anleger halten sich zu Beginn der Woche vorsichtig, während sie die neuesten Schlagzeilen aus dem Nahen Osten bewerten. In der zweiten Tageshälfte werden die Mai-Verbraucherpreisindexdaten aus Kanada von den Marktteilnehmern genau beobachtet. Außerdem werden mehrere Entscheidungsträger großer Zentralbanken Reden halten.