- Der Euro springt gegenüber dem US-Dollar auf fast 1,1410, da die Nachfrage nach sicheren Häfen nachlässt.
- Der Austausch von Angriffen im Nahen Osten pausiert, da die Liste mit Zielen im Iran erschöpft ist.
- Anleger warten auf die geldpolitische Ankündigung der Fed und die vorläufigen HICP-Daten der Eurozone für Juli.
Der Euro (EUR) notiert während der europäischen Handelssitzung am Montag 0,36% höher bei fast 1,1410 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das wichtige Währungspaar zeigt sich fest, da die Wiederbelebung der risikofreudigen Marktstimmung die Attraktivität des US-Dollars als sicherer Hafen geschmälert hat.
Im europäischen Handel notieren die S&P500-Futures fast 1% höher bei fast 7.485 und spiegeln damit eine risikofreudige Marktstimmung wider. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, notiert 0,25% niedriger bei fast 101,20.
US-Dollar - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am schwächsten gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.40% | -0.25% | -0.20% | 0.01% | -0.41% | -0.30% | -0.48% | |
| EUR | 0.40% | 0.11% | 0.19% | 0.39% | -0.02% | 0.11% | -0.10% | |
| GBP | 0.25% | -0.11% | 0.07% | 0.28% | -0.14% | -0.04% | -0.21% | |
| JPY | 0.20% | -0.19% | -0.07% | 0.17% | -0.23% | -0.13% | -0.29% | |
| CAD | -0.01% | -0.39% | -0.28% | -0.17% | -0.40% | -0.30% | -0.48% | |
| AUD | 0.41% | 0.02% | 0.14% | 0.23% | 0.40% | 0.13% | -0.09% | |
| NZD | 0.30% | -0.11% | 0.04% | 0.13% | 0.30% | -0.13% | -0.21% | |
| CHF | 0.48% | 0.10% | 0.21% | 0.29% | 0.48% | 0.09% | 0.21% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
Die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten hat sich inmitten der Pause bei den militärischen Aggressionen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran verbessert. Am Wochenende erklärte ein Sprecher des US-Militärs, dass die Angriffe auf den Iran pausiert hätten, da die bereitgestellte Zielliste erschöpft sei.
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen (UN), Mike Waltz, sagte, dass die Kräfte zwar weiterhin schussbereit seien, Präsident Donald Trump den Verhandlungen jedoch etwas Spielraum geben wolle. Dies berichtete The Guardian.
Im Inland warten Anleger auf die geldpolitische Ankündigung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch. Es wird erwartet, dass die Fed die Zinssätze unverändert in einer Spanne von 3,50%-3,75% belässt. Die Auswirkungen der Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh dürften gering sein, da er auf der vorherigen Pressekonferenz klarstellte, dass „sogenannte Forward Guidance in der aktuellen geldpolitischen Lage nicht gut geeignet ist“.
In der Eurozone warten Anleger auf die vorläufigen Daten des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HICP) für Juli, die am Freitag veröffentlicht werden. Die Inflationsdaten werden erhebliche Auswirkungen auf die Zinserwartungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben, da die Mehrheit der Entscheidungsträger vor Inflationsrisiken nach oben gewarnt hat.
Am Donnerstag sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz: „Die Inflationsrisiken tendieren nach oben.“ Lagarde fügte hinzu: „Der Energieschock dürfte die Inflation bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 deutlich über dem Ziel halten.“
Wirtschaftsindikator
Fed-Zinsentscheid
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Juli 29, 2026 18:00
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 3.75%
Vorher: 3.75%
Quelle: Federal Reserve
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