- Der Euro hält sich trotz eines Rückgangs der deutschen Einzelhandelsumsätze um 1,1% behauptet, gestützt durch stärkere Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe.
- Die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone und Deutschland stiegen im Juli auf Mehrmonatshochs und zeigten eine verbesserte Aktivität im verarbeitenden Gewerbe.
- Sinkende Rohölpreise belasten den CAD, da sich die geopolitischen Spannungen nach den diplomatischen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran entspannen.
EUR/CAD gibt nach, nachdem das Paar mit einer bullishen Kurslücke eröffnet hat, bleibt im positiven Bereich und notiert während der europäischen Handelsstunden am Montag um 1,6180. Das Währungspaar hält sich behauptet, da der Euro (EUR) trotz gemischter Wirtschaftsdaten aus Deutschland widerstandsfähig bleibt.
Die Konsumausgaben in Deutschland wurden im Juni unerwartet belastet, da die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat um 1,1% fielen – stärker als der prognostizierte Rückgang um 0,5% – nach einem revidierten Anstieg um 1,2% im Mai. Auf Jahresbasis sanken die deutschen Einzelhandelsumsätze um 0,2% und damit deutlich gegenüber dem revidierten Wachstum von 2,1% im Vormonat.
Trotz der schwachen Einzelhandelszahlen erhielt der Euro (EUR) solide Unterstützung durch robuste Industriedaten. Der S&P Global Deutschland EMI für das verarbeitende Gewerbe erreichte im Juli mit 52,2 ein Viermonatshoch, nach 50,3 im Juni, was auf eine deutliche Erholung der Fabrikaktivität hindeutet. Dieser positive Trend setzte sich in der gesamten Region fort, da der S&P Global EMI für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone auf 51,9 von 51,4 im Juni stieg und damit die stärkste Gesamtverbesserung der Produktionsbedingungen seit April markierte.
Europäische Aktien legen zu, da der Rückgang von Brent die geopolitischen Sorgen lindert
Analysten der Deutschen Bank heben hervor, dass europäische Aktien besser abschnitten, als sich die Energiemärkte abschwächten, und merken an, dass "europäische Aktien besser abschnitten, da Brent-Rohöl in Ermangelung einer neuen wesentlichen Eskalation zwischen den USA und dem Iran um -6,88% auf 90,12 USD/Barrel fiel." Sie gehen davon aus, dass der starke Rückgang bei Brent dazu beigetragen hat, ein unterstützenderes Umfeld für die wichtigsten europäischen Indizes zu schaffen, indem er unmittelbare geopolitische und rohstoffbezogene Sorgen dämpfte.
Kocher verweist auf geopolitische Risiken, hält die EZB-Politik aber datenabhängig
Der FXS Speechtracker bewertet die Rede mit 5,6/10 und damit unter Kochers historischem Durchschnitt von 6,3/10, was auf einen etwas weicheren Ton im Vergleich zu früheren Auftritten hindeutet. Die Betonung darauf, wie schnell geopolitische Entwicklungen die Energiepreise und den Inflationsausblick verändern können, unterstreicht Aufwärtsrisiken für die Inflation, doch das Fehlen einer expliziten Straffungsrhetorik dämpft die hawkische Wirkung für den Euro.
Kochers Zusage, dass der EZB-Rat im Herbst auf Grundlage der eingehenden Daten entscheiden werde, um die Inflation im Euroraum nachhaltig wieder auf 2% zu bringen, untermauert eine vorsichtige, datenabhängige Haltung. Insgesamt klingen die Äußerungen in Bezug auf die Inflationswachsame leicht hawkish, bleiben aber hinter einem starken politischen Signal zurück, was darauf hindeutet, dass der Euro kurzfristig nur begrenzte Unterstützung erhält, sofern sich die Daten nicht erneut beschleunigen.
Unterdessen steht der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) aufgrund fallender Rohölpreise unter Druck, was das Währungspaar EUR/CAD zusätzlich stützt. Die Ölmärkte schwächten sich ab, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Pause bei den geplanten Militärschlägen gegen den Iran angekündigt hatte, was die Sorgen über Versorgungsrisiken deutlich verringerte. In einem Beitrag auf Truth Social erklärte Präsident Trump, dass der Iran und seine regionalen Partner Zeit für Verhandlungen über ein Abkommen beantragt hätten, das auf die Lösung der Nuklearfragen und die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus abzielt.
Euro - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.02% | 0.18% | -0.35% | 0.15% | 0.19% | 0.11% | 0.22% | |
| EUR | -0.02% | 0.15% | -0.40% | 0.11% | 0.14% | 0.12% | 0.16% | |
| GBP | -0.18% | -0.15% | -0.53% | -0.06% | -0.01% | -0.03% | 0.03% | |
| JPY | 0.35% | 0.40% | 0.53% | 0.43% | 0.45% | 0.45% | 0.45% | |
| CAD | -0.15% | -0.11% | 0.06% | -0.43% | 0.03% | 0.02% | 0.02% | |
| AUD | -0.19% | -0.14% | 0.00% | -0.45% | -0.03% | -0.03% | 0.04% | |
| NZD | -0.11% | -0.12% | 0.03% | -0.45% | -0.02% | 0.03% | 0.06% | |
| CHF | -0.22% | -0.16% | -0.03% | -0.45% | -0.02% | -0.04% | -0.06% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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